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Wir leben in einem Zeitalter der digitalen Wendung – täglich gibt es neue Technologien und Wege, unser tägliches Leben zu bereichern. Für Hörgeschädigte ist das Leben aber trotz dieser Fortschritte immer noch sehr schwierig. Woran liegt das und wie kann die Technologie unserer Welt einen Schritt weitergehen, um unser aller Leben zu verbessern?

Die Statistiken und Wahrheiten

Die Statistiken zu beschönigen, bringt nichts – sie sind frei für jedermann verfügbar. So zeigt eine Statistik, die vor einigen Jahren herausgebracht wurde, dass in etwa 5,5 % der Deutschen zumindest einen leichten Hörverlust besitzen. Das hört sich sicher nicht so viel an – doch mittlerweile ist die Zahl nicht nur sicher angestiegen, sondern schließt auch nicht unbedingt alle Grade des Hörverlustes ein.

Das Argument ist, dass viele Menschen in Deutschland zumindest einen leichten Hörschaden haben – genug, um sie als signifikanten Teil der Bevölkerung zu sehen. 5,5 % bei 80 Millionen sind immerhin über 4 Millionen Menschen; und die Zahl steigt jährlich nach oben. 4 Millionen Menschen in Deutschland benötigen also zumindest eine leichte Hilfe, um den täglichen Ablauf etwas einfacher zu gestalten.

Technologie sollte diesen Menschen dabei helfen, ihr tägliches Leben zu verschönern, zu vereinfachen und etwas Farbe in den Alltag zu bringen. Das fehlende Gehör sollte unterstützt werden; wie können Technologien dabei helfen?

Technologie und Hörverlust

Das Internet lässt sich zum Glück auch mit Hörverlust oder Hörschädigung ohne Probleme erkunden. Nicht nur das; schaut man sich ein Video an, dann gibt es meist Untertitel, die vom Videoersteller eingefügt wurden. Ist das nicht der Fall, generieren einige Videoplattformen ihre Untertitel mittlerweile selbst; so zum Beispiel YouTube, wie in diesem englischen Hilfeartikel von Google erklärt wird.

Diese Technologien und Hilfestellungen sind essenziell dafür, das tägliche digitale Leben zu vereinfachen, denn fast jeder ist vor allem in der heutigen Zeit auf das Internet angewiesen. Doch auch abseits des Internets gibt es viele Hilfen. Automatisch generierte Untertitel sind auch bei vielen TV-Shows, die im normalen Fernsehen laufen, die Norm – doch dies ist eher in den USA der Fall. Hier kann Deutschland noch nachziehen.

Auch die Art und Weise, in der verschiedene Gebäude und Institutionen gebaut und gestaltet werden, kann Hörgeschädigten helfen. Dank moderner Technologie werden heutzutage ideale Bauweisen und Gestaltungen der Architektur verschiedener Gebäude entwickelt, um Menschen mit Behinderungen entgegenzukommen; von Rollstuhlrampen bis hin zu offenen und übersichtlichen Räumen, in denen man auch als Hörgeschädigter alles im Blick hat.

Verbesserungsbedarf gibt es immer

Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Auch wenn moderne Technologie die Barrierefreiheit im Internet um einiges vorangebracht hat, haben wir noch ein ganzes Stück Weg zu gehen. Die automatischen Untertitel auf einigen Videoplattformen sind schön und gut, aber oft sehr ungenau, vor allem in der deutschen Sprache. Diese Untertitel müssen genauer werden, vor allem dann, wenn das Gesprochene schwer zu verstehen ist.

Als Gesellschaft verlassen wir uns immer noch viel zu sehr auf das Gesprochene. Viele Videos im Internet besitzen daher keinerlei Untertitel. Moderne Nettigkeiten wie Video-Interviews sind für taube oder hörgeschädigte Menschen nur schwer oder sogar gar nicht zu stemmen; und trotz der vielen anderen modernen Technologien, die ein solches Verfahren vereinfachen könnten, sind auch viele Menschen und Arbeitgeber nicht gewollt, diese zu nutzen.

Als Gesellschaft müssen wir uns darauf konzentrieren, Hörgeschädigte Menschen weiterhin in Richtung Barrierefreiheit zu bringen; und zwar in allen Bereichen des modernen, technologiegestützten täglichen Lebens. Ein tatsächlich gutes Beispiel findet sich in einigen deutschen Restaurants, in denen man ganz einfach per Touchscreen bestellen kann und nicht an den Schalter muss. Einfacher geht es kaum und es ist ein großer Schritt in Richtung Barrierefreiheit.

Barrierefreiheit in allen Wegen

Es gibt so viele Angebote im Internet, bei denen Barrierefreiheit noch nicht vorhanden ist – doch auch gute Beispiele existieren natürlich. E-Commerce-Seiten wie Holyart versuchen, mit Dingen wie Apps und einfacher Online-Bestellung die Technologie zu nutzen, um eine barrierefreie Interaktion zu ermöglichen.

Auch für „echte“ Läden gilt dies; selbstverständliche Dinge wie das logische Sortieren von Kleidungsstücken und Waren helfen tauben Menschen dabei, sich durch das tägliche Leben zu navigieren, ohne eine schwierige Interaktion erzwingen zu müssen. Vor allem in den USA sieht man hier Fortschritte: Touchscreen-Panels in verschiedenen Märkten zeigen sofort an, wo sich bestimmte Waren befinden und ob diese momentan im Handel sind. Technologie kann so einfach und barrierefrei sein – hoffentlich wird sich diese Entwicklung auch in Zukunft positiv fortführen.

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