Im Aachener Gehörlosenzentrum gab es offenbar Hygieneprobleme mit dem Essen: 17 Menschen mussten nach einer Feier mit Magen-Darm-Beschwerden ins Krankenhaus gebracht werden. Das berichtete die Frankfurter Allgemeine unter Berufung auf die dpa. Sechs der Gäste hatten mittelschwere, der Rest nur leichte Symptome. Feuerwehr und Rettungsdienst waren am Nachmittag des 1. August vor Ort. Das Gesundheitsamt untersuchte das Gebäude, konnte aber nichts Auffälliges feststellen. Deshalb geht man davon aus, dass es am Essen gelegen haben muss. Bemerkenswert an der Berichterstattung: im Artikel heißt es, dass „die Rettungskräfte auf Dolmetscher angewiesen“ waren – und nicht umgekehrt die Gehörlosen. Die Kommunikation klappte auch deswegen sofort, weil Dolmetscherinnen sowieso vor Ort waren – und wohl Glück und keine Beschwerden hatten.
Update 4. August: Offenbar handelte es sich bei der Veranstaltung um ein Rommeturnier. Ursache sollen Kartoffelsalate gewesen sein, die möglicherweise durch die Hitze schnell schlecht geworden sind. Das berichtete eine Dolmetscherin auf Instagram, die bei der Veranstaltung dabei gewesen ist. Sie stellte klar, dass die Gerüchte von Toten nicht stimmen und dass alle 17 Betroffenen inzwischen wohlauf seien, nur eine Person ist noch im Krankenhaus und soll bald wieder aus dem Krankenhaus kommen oder schon wieder raus sein. Auch stellte sie richtig, dass das Gehörlosenzentrum nicht schließt. Es bleibe offen. Das Gesundheitsamt hat nur geprüft, woher die Magen-Darm-Beschwerden kommen, das sei völlige Routine.




















2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
Nicht nur Gebärden-Dolmetscher, sondern Rettungskräfte könnten die Gebärdensprache im Internet oder in der Volkshochschule lernen, da die Gebärdensprache für jedermann da ist.
Wer den Kartoffelsalat zubereitet und zum Treff mitgenommen hat, wird ein schlechtes Gewissen haben, wenn viele Gäste von dem Salat krank geworden sind. Das ist auch schrecklich.