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Diesseits der Stille

Iris Ricke mit Kindern

CI oder nicht CI,  das ist immer wieder die Frage. Ein Falsch oder Richtig gibt es nicht, aber entscheiden müssen Eltern sich trotzdem. Diese Entscheidung sollte allerdings ganz frei erfolgen, ohne Druck von Ärzten oder Pädagogen, und unter vorurteilsfreier Darstellung aller Möglichkeiten. Auch nach der Entscheidung bleiben natürlich die unterschiedlichen Auffassungen bestehen, und auch dann gibt es kein Falsch oder Richtig. Eine Journalistin der Süddeutschen Zeitung hat zwei gegensätzliche Familien besucht, eine die sich für, und eine, die sich gegen das CI entschieden hat. Die Eichs haben ihren Sohn Felix implantieren lassen, sogar doppelt. "Die Welt ist für Felix jetzt stereo." Iris und Godehard Ricke, beide selbst taub, haben dagegen entschieden, ihre drei Kinder nicht operieren zu lassen. "Und trotzdem wird gerade hier, in dieser fröhlichen, sehr stillen Familie, eines deutlich: In all den Hetzschriften und Stellungnahmen gegen das Cochlea-mplantat wehrt sich eine gesellschaftliche Gruppe dagegen, dass ihre Sprache, ihre Kultur von einem medizinischen Gerät überflüssig gemacht wird. Und dahinter steht auch immer die Frage, wie viel freiwilliges Anderssein eine Gesellschaft bereit ist zu akzeptieren." - Ein wirklich ausgewogener Artikel!

© Süddeutsche Zeitung GmbH, München. Mit freundlicher Genehmigung von http://www.sz-content.de (Süddeutsche Zeitung Content):

'Olaf Hoppel und die Geheimsprache' - Workshop für hörende Kinder zum Thema Gehörlosigkeit und Gebärdensprache

Hoppeline im Feld
Bild vergößern

Julia von Juni beschäftigt sich seit 2002 intensiv mit den Themen Gehörlosigkeit und Gebärdensprache. Dazu hat sie einen Workshop entwickelt welcher hörende SchülerInnen nicht nur einen Zugang zu der Welt der Gehörlosen bietet, sondern auch eine bewusstere Wahrnehmung der eigenen Sinne.  Die Kinder verlieren Berührungsängste mit etwas, das einfach nur fremd ist, und finden sich interessiert in die Welt der Gehörlosen ein.
Der Workshop ist unter anderem auch für Integrationsklassen geeignet!

Weitere Infos auf der Homepage unter www.juliavonjuni.de Menüpunkt Gebärdensprache und im

Idiome und Redewendungen in der DGS

Idiome und Redewendungen in der DGS

Der Landesverband der GebärdensprachlehrerInnen Bayern (kurz: LGSL), bietet am Samstag, den 24. März 2012 von 9 bis 15 Uhr ein Weiterbildungsseminar „Idiome und Redewendungen in der DGS – Begriffsdefinition und Versuch einer Kategorienbildung“ in München an.

Zu diesem Seminar sind auch Pädagogen und Dolmetscher herzlich eingeladen. Es wird nicht gedolmetscht, Gebärdensprachkenntnisse (DGS) werden vorausgesetzt.

Meine Gebärdenschule

Meine Gebärdenschule

Im Loeper Literaturverlag ist die neue Software „Meine Gebärdenschule“ erschienen, zum Erlernen neuer und Üben bekannter Gebärden:

Die Software „Meine Gebärdenschule“ enthält drei motivierende Spiel- und Übungsangebote in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Dabei kann sich jeder Nutzer für ein effektives Training individuelle Gebärdenauswahlen zusammenstellen. Über 400 Gebärden aus dem Spektrum des Kern- und Randvokabulars stehen zum Üben zur Verfügung. Auf Gebärdenkarten, die auch ausgedruckt werden können, wird der jeweilige Begriff als Foto nach DGS (Deutsche Gebärdensprache) als Symbol und als geschriebenes Wort dargestellt. Beliebige Bilder und Symbole können manuell eingefügt werden. So kann jeder Nutzer auch mit seiner bewährten Gebärden- und Symbolsammlung trainieren. Eine Auswahl an Pfeilen steht zur Bearbeitung eigener Gebärdenfotos zur Verfügung. Auch komplett neue Gebärdenkarten können zusammengestellt werden. Der Wortschatz lässt sich auf diese Weise unbegrenzt erweitern.

Meine Gebärdenschule

Sende uns Engel

Sende uns Engel

Entweder man glaubt an sie, oder auch nicht. Unabhängig von den Engeln aber eine gute Idee, ein Liederbuch (mit religiösen Liedern) mit einer Einführung in die Gebärdensprache zu verbinden. Und das gleich multimedial, ein Buch mit zwei DVDs.

Gebärdensprache und Lautsprache, Gebärdensprache und Musik galten lange als gegensätzliche Welten. Der Augen- und Ohrenschein bestätigt dies scheinbar. Aus diesem Grund beschäftigt sich LUKAS 14 mit einer poetischen Form der DEUTSCHEN GEBÄRDENSPRACHE: mit GEBÄRDENLIEDERN. Ausgehend von einer Arbeit mit gehörlosen Menschen und einer Gottesdienstgestaltung, die rein visuell ablief, hat sich der integrative Verein LUKAS 14 entwickelt. Gebärdensprache und Musik begegneten sich nun zwangsläufig und das Ergebnis ist dieses Buch und eine dazugehörige Lehr-DVD.

Buch und DVD sind für Hörgeschädigte nutzbar, denn mit Untertitel und Gebärdensprache ist alles barrierefrei gestaltet.

Sende uns Engel - Ein Liederbuch mit Einführung in die Gebärdensprache

Praktikumsstelle für gebärdensprachkompetente Person in Marokko

Itto und Haddou Mouzoun

"Die mangelhaften örtlichen Bildungsmöglichkeiten erweckten in uns den Wunsch nach einer Alternative. Wir wünschen uns für die Kinder des Tales eine Schule, die die Freude am Lernen fördert und eine Bildungseinrichtung, welche Schülern die Chance gibt, mutig neue Wege zu gehen, die im Einklang mit ihrer Person, ihrem persönlichen Hintergrund, ihrer Religion, dem sozialen traditionellen Umfeld und der immer moderner werdenden Welt sind. Wir wünschen uns einen innovativen und gleichzeitig nachhaltigen Ort. Diese Schule soll Modellcharakter haben und Menschen inspirieren."

So beschreiben die aus Deutschland stammende Stefanie Tapal-Mouzoun und ihr marokkanischer Mann Haddou Mouzoun die Zielsetzungen für die von ihnen gegründete Schule "école vivante" (= lebendige Schule). Die Mouzouns haben drei Kinder. Eine Tochter ist hochgradig schwerhörig. Hinzu kommt ein weiteres hörgeschädigtes Kind. Diese beiden Kinder sollen optimal unterrichtet werden, in DGS. Für diesen Zweck sucht die Schule jetzt eine/n Praktikantin/en, der/die fit ist in DGS und möglichst selbst taub bzw. hörgeschädigt ist. Wer ein wenig abenteuerlustig ist, Interesse an fremden Kulturen und Sprachen hat (Arabisch, Berber-Sprache, Französisch, Deutsch, DGS) kann sechs Wochen lamg - oder auch länger - an der école vivante ein Praktikum machen. Nehmen Sie einfach Kontakt auf mit Frau Stefanie Tapal-Mouzoun.

DGS-Vorlesestunde: Der Grüffelo

DGS-Vorlesestunde: Der Grüffelo

Gebärdensprachbegeisterte Kinder sind herzlich zur nächsten DGS-Vorlesestunde in der Stadtbibliothek Laim (Fürstenrieder Straße 53, München) eingeladen. Thomas Mitterhuber wird am 25. Januar 2012 aus dem Kinderbuch "Der Grüffelo" vorlesen. Danach ist wieder eine Malstunde angesagt. Das Buch ist für Kinder ab drei Jahren empfohlen, aber jüngere
und viel ältere Kinder sind selbstverständlich auch willkommen!

Anmeldung & Infos auf der Facebookseite. Das Vorleseteam freut sich auf Euer Kommen!

Dicta-Sign

Dicta-Sign

Die Entwicklung des Web 2.0 bietet InternetnutzerInnen eine Reihe neuer Technologien, die aber noch immer weitgehend auf geschriebener Sprache basieren. Dicta-Sign ist ein dreijähriges EU-finanziertes Projekt, dessen Ziel es ist, Werkzeuge für die Verwendung von Gebärdensprachen innerhalb von Web 2.0-Technologien zu entwickeln. Mit der Kooperation verschiedener europäischer Forschungsinstitute und Firmen befördert das Projekt mehrere europäische Gebärdensprachen (Griechische, Französische, Deutsche und Britische Gebärdensprache). Der Vergleich von Lexikon und Struktur dieser verschiedenen Sprachen ermöglicht es, Software zur automatischen Erkennung der jeweiligen Gebärden zu entwickeln. Gleichzeitig wird ein Avatar (eine computeranimierte Figur) zur Wiedergabe gebärdensprachlicher Äußerungen der im Projekt beteiligten Sprachen implementiert. 
 
Am Ende des zweiten Jahres des Projekts können die ersten Ergebnisse und Entwicklungen präsentiert werden.

 
  Ein Newsletter ist auf Deutsch und in DGS verfügbar: Newsletter Dezember 2011

Gebärdenstammtisch bei Miss Zucker

Miss Zucker

Miss Zucker (Conny-Paula Höcke) betreibt mit einer Freundin einen kleinen frozen yogurt Laden in Berlin Schöneberg, der aber im Winter auch andere süße Köstlichkeiten anbietet.
Vorher hat sie 10 Jahre in einer Einrichtung für hörgeschädigte Menschen in Osnabrück gearbeitet und intensiv die Gebärdensprache gelernt. Dann ist sie nach Berlin gezogen und hat seit Februar diesen Laden.
Aber sie vermisst den Umgang mit Gehörlosen und der DGS. In Berlin Schöneberg gibt es keinen Gebärdenstammtisch. Deshalb hat sie sich überlegt, selbst einen zu organisieren.

Auf ihrer Facebookseite könnt ihr euch informieren und erfahren , wann es losgeht. Wenn ihr Wünsche oder Tips habt , bitte auch einfach dort mitteilen.

Miss Zucker bei Facebook

Endspurt für die Benutzerumfrage zum DGS-Wörterbuch!

Korpus-Umfrage

Susanne König vom IDGS Hamburg schreibt:

Unser Ziel ist es, dass das geplante Wörterbuch, das im Rahmen des DGS-Korpus-Projekts erarbeitet wird, den Erwartungen der Gebärdensprachgemeinschaft und anderen Nutzergruppen entspricht. Dafür brauchen wir Eure Hilfe. Denn nur durch Rückmeldungen von allen zukünftigen Nutzergruppen, welche Informationen das elektronische Wörterbuch enthalten und in welcher Form sie dargestellt werden sollen, können wir dieses Ziel erreichen. Damit sind ausdrücklich Gehörlose, Schwerhörige, Ertaubte, aber auch Hörende mit unterschiedlichen DGS-Kenntnissen angesprochen.

Die Benutzerumfrage läuft nur noch wenige Tage. Wer noch noch mitmachen möchte, hat noch bis zum Abend des 13.11.2011 (Sonntag) dazu die Gelegenheit. Dieser Link führt Euch direkt zur Umfrage.

Sesamstraße: Ohne Worte

Huf- und Klauensprache

Schneckengebärdensprache? Huf- und Klauensprache? Gibt es alles, und noch viel mehr - in der aktuellen Sesamstraßenfolge "Ohne Worte". In dieser Folge verliert Wolle seine Stimme. Nun wollen Wolle und Pferd wissen, wie man ohne Stimme kommunizieren kann. Unter anderem besuchen sie deshalb eine Gehörlosenschule und lernen sogar ein paar Gebärden. Aber richtige DGS-Gebärden! Die Lehrerin Katharina (Denise Ilktac, Schauspielerin und Deaf Studies-Studentin) erklärt, wie es geht. Und alle haben Spaß daran, sicher auch die Fernsehzuschauer! Fehler macht natürlich jeder beim Lernen. "Warum hast du so ein großes Maul?" fragt Rotkäppchen den Wolf. Der antwortet: "Damit ich dich besser küssen kann!" Kleines Gebärden-Missverständnis von Pferd. ;-)

Gesendet wurde die Folge am 23. und 24. Oktober, wiederholt wird sie am 18. November um 18:15 Uhr. Man kann sie aber auch einen Monat lang online sehen, mit Untertiteln:

Sesamstraße: Ohne Worte

Gebärdensprach-Stammtisch in Innsbruck

Gebärdensprachstammtisch Innsbruck

Am 28. Oktober 2011 findet um 19.30 Uhr im Haus der Tiroler Gehörlosen, Ing.-Etzel-Straße 67, 6020 Innsbruck, ein Gebärdensprach-Stammtisch statt:

Du möchtest Gehörlose, Schwerhörige und Hörende kennenlernen? Du möchtest gebärden üben? Du möchtest einfach einen netten und lustigen Abend verbringen? Dann komm zum Stammtisch!

Der 'Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V.' gibt einen Zuschuss für rechtliche Erstberatung seiner Mitglieder!

Bundeselternverband

Der 'Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V.' teilt mit:

Eltern, die in der Erziehung und Bildung ihres Kindes auch eine gebärdensprachige Förderung wollen, stoßen nach wie vor und sogar zunehmend auf erhebliche Widerstände bei Behörden. Immer öfter müssen sich Eltern einen Anwalt suchen, der ihnen hilft ihre Rechte durchzusetzen. Das ist eine zusätzliche Belastung für diese Familien.

Um die Familien in dieser Hinsicht etwas zu entlasten, haben wir bereits auf unserer diesjährigen Tagung im Juni in Duderstadt eine kostenlose Rechtsberatung angeboten. Viele Eltern haben das Angebot angenommen. Weil aber noch mehr Familien eine rechtliche Unterstützung brauchen und jede Familiensituation speziell ist, möchte der Bundeselternverband ein weiteres Angebot (bei dem uns die BKK unterstützt) machen:
Wir geben (auf Antrag) 20 Familien einen Zuschuss für eine rechtliche Erstberatung bei einem Anwalt oder Juristen, den Sie sich selber aussuchen. Der Anwalt kann Fragen beantworten wie z.B.: Wie kann ich eine gebärdensprachige Förderung im Kindergarten für mein Kind durchsetzen? Brauche ich eine Rechtschutzversicherung? Usw.

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DGS-Korpus Info-Veranstaltungen in Leipzig und Erfurt

DGS-Korpus

DGS-Korpus Info-Veranstaltung in Leipzig
21.10., um 18 Uhr, - Stadtverband der Hörgeschadigten Leipzig e.V.,
Friedrich-Ebert-Straße 77 04109 Leipzig
Referenten: Pia Steinbach und Matthias Mauersberger
Bei Fragen und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an leipzig@dgs-korpus.de oder die Homepage des DGS-Korpus-Projekts.

DGS-Korpus Info-Veranstaltung in Erfurt
18.11., um 18 Uhr - Landesverband der Gehörlosen Thüringen e.V.,
Hans-Grundig-Straße 25, 99099 Erfurt
Referenten: Pia Steinbach und Matthias Mauersberger
Bei Fragen und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an leipzig@dgs-korpus.de oder die Homepage des DGS-Korpus-Projekts.

 DGS-Korpus Infoveranstaltung in Chemnitz
Wann: Mittwoch, 09.11.2011 um 16:30 Uhr
Wo: Gehörlosenzentrum Chemnitz, Wielandstraße 9, 09112 Chemnitz
Referenten: Pia Steinbach und Matthias Mauersberger

 DGS-Korpus Infoveranstaltung in Dresden
Wann: Dienstag, 08.11.11 um 18 Uhr
Wo: Gehörlosenzentrum Dresden, Carolinenstraße 10
Referenten: Pia Steinbach und Matthias Mauersberger

Gestik und Mimik in Höchstgeschwindigkeit

Susanne Böllert und Stephan Straßer

Gebärdensprachdozent Stephan Straßer im wissen.de-Interview
 
München, 22. September 2011. „Gebärdensprache ist unsere Muttersprache“, erklärt Gebärdensprachdozent Stephan Straßer. Anlässlich des 60. „Tags der Gehörlosen“ hat die wissen.de-Redakteurin Susanne Böllert die Gebärdensprachschule des Gehörlosenverbandes München und Umland besucht. Im Interview mit Stephan Straßer erfährt sie, worin die wesentlichen Unterschiede zwischen der Gebärdensprache und der Sprache der Hörenden liegen, welch enorme Bedeutung der Kommunikation unter Gehörlosen zukommt und warum ein Gehörloser Deutsch wie eine Fremdsprache erlernen muss. Das gesamte Interview ist auf
www.wissen.de/gebaerdensprache zu lesen.

Musikvideos mit Gebärden zum Tag der Gehörlosen

Musikvideos

Laura M. Schwengber studiert Sprache und Kultur der Gehörlosengemeinschaft in Berlin und arbeitet neben ihrem Studium schon fleißig in diesem Bereich. Was sie jetzt auf die Beine gestellt hat, ist allerdings außergewönlich:

N-Joy (ein Radiosender für Jugendliche im Norden) veröffentlicht zum "Tag der Gehörlosen" eine Woche lang jeden Tag ein neues Video mit Musik aus den Charts und deutschen Texten, die Laura in Gebärdensprache übersetzt, im Internet.

Das erste Video kam gerade online unter: www.n-joy.de/musik/gehoerlosentag125.html. Wenn Sie es sehen und/oder hören wollen, tun Sie es bald! Heute können Sie "Nur noch kurz die Welt retten" - so heißt der Song! ;-) Morgen kommt schon das nächste Video! Super Idee, und toll umgesetzt, von N-Joy und Laura!

Prof. Haartolles Wortgestöber

Prof. Haartolle? Na, den kennt doch jeder in der deaf world: Prof. Dr. Christian Rathmann, der erste und bisher einzige gehörlose Professor in Deutschland. Seine Namensgebärde hat der SPIEGEL als Überschrift für einen Artikel über das DGS-Korpus-Projekt gewählt. Und damit voll ins Schwarze getroffen: DGS ist eine visuelle Sprache, und auch viele Namen richten sich am Visuellen aus. Aber der Artikel beschränkt sich nicht auf das Projekt, sondern holt weit aus, bis hin zur Geschichte und zum Bildungswesen. 3 1/2 Seiten zum Thema Gebärdensprache und Gehörlose. So viel Raum für die kleine Minderheit - erstaunlich! Und der krönende Abschluss des Artikels ist ein Witz:

"Den Witz der Woche? Auch danach hat sie (Susanne König) gefragt auf ihrer Expedition durchs Pickelhaubenland - und ist dabei auf teils skurrilen Humor gestoßen.
Die Frau mit der Krone erzählt mit Stimme und Händen: "Der Integrationsbeauftragte hat die totale Gleichstellung aller Behinderten erreicht. Jetzt ist er gestorben. Drei Behinderte stehen vor seinem Grab: ,Danke für das, was du für uns getan hast', sagt ein Blinder und wirft gerührt seinen Stock auf den Sarg. ,Danke für alles', sagt ein Gelähmter und kippt seinen Rollstuhl hinab. ,Danke', gebärdet der Gehörlose - und schubst einen Übersetzer ins Grab."

 Jetzt ist der Artikel endlich online: Prof. Haartolles Wortgestöber.

TV-Tipp: Gehörlos - Ist behindert, wer nichts hören kann?

X:enius

Die zentralen Fragen der Gehörlosenwelt werden am Tag der Gehörlosen im Fernsehen dargestellt. Die Sendung sollten Sie nicht verpassen!

Am 25.09.2011 um 09:30 Uhr sendet arte im Wissensmagazin X:enius die Dokumentation:

Gehörlos - Ist behindert, wer nichts hören kann?

Ihre Gehörlosigkeit gilt als schwere körperliche Behinderung. Doch die Gehörlosen fassen nicht alle ihre Behinderung als solche auf. Vielmehr sehen sie sich als Mitglieder einer eigenen Kultur - der Gehörlosenkultur. Ihre Gebärdensprache gilt längst als vollwertige und eigenständige Sprache. Durch den medizinischen Fortschritt sehen Gehörlose nun ihre Kultur bedroht. Viele entscheiden sich daher bewusst gegen Cochlea-Implantate, die ihnen das Hören ermöglichen könnten. Andere wiederum sind dankbar, durch die Implantate an der Welt der Hörenden teilhaben zu können. In einer ersten Lektion in Gebärdensprache erfahren Dörthe und Pierre, wie ausdrucksstark diese Sprache ist und warum sie für die Gehörlosen so identitätsstiftend wirkt. Wie kann man außerdem als Hörender mit Gehörlosen kommunizieren? Und was spricht für und was gegen die sogenannten Cochlea-Implantate? Zum Tag der Gehörlosen macht 'X:enius' auf Menschen aufmerksam, die wir im Alltag selten wahrnehmen.

SignMob in Stuttgart

SignMob in Stuttgart

Am Samstag, den 24. September veranstaltet die Wilde Löwenjugend einen SignMob in Stuttgart:

Ihr kennt bestimmt SignMob und habt erfahren, dass es SignMobs schon in Berlin, Essen, usw. gab. Es wäre wirklich super, wenn ihr alle mitmacht - wir machen auch mit! Wie es abläuft werden wir euch kurz vor 12 Uhr bei der U-Bahn Station "Kronprinzplatz" in STUTTGART sagen und dann gemeinsam mit euch zum Kronprinzplatz laufen. Das erklären wir euch auch in unserem DGS-Video.

Wir würden uns sehr über deine Teilnahme freuen. Das Tollste ist, es kostet nichts (0 Euro! ;-) und du wirst interessanten Leuten begegnen - also deine Teilnahme ist sinnvoll!

Multimediaguides im LWL-Museum für Naturkunde in Münster

Bionik

Die derzeit größte Bionik-Schau Deutschlands im LWL-Museum für Naturkunde in Münster bietet ihren Besuchern neben den klassischen Audioguides erstmals auch Multimediaguides in deutscher Gebärdensprache. Im Auftrag der Berliner Audioguide-Firma „tonwelt professional media“ entwickelte und produzierte „spectrum11“ vom Gehörlosenverband München und Umland e.V. diese Gebärdensprachenfassung für die Ausstellungsbesucher.

Gehörlose Museumsbesucher können so durch die Ausstellung gehen und ganz einfach per Knopfdruck die Informationen zu den Ausstellungsstücken anfordern, die sie interessieren: Warum friert der Eisbär nicht? Was haben Dachziegel und Lotusblume gemeinsam? Und was lernt die Klimatechnik von den Erdbauten der Präriehunde? Auf einem Display des Gerätes erläutern professionelle Moderatoren diese und andere spannende Zusammenhänge in deutscher Gebärdensprache.

Nie wieder Mailänder Kongress 1880

Mailand 1880

Der GNU e.V. (Gehörlosenverband Nürnberg und Umland e.V.) veranstaltet eine Bildungsreihe zum Thema „Nie wieder Mailänder Kongress 1880“. Es handelt sich um einen Kongress, der im Jahr 1880 in Mailand / Italien durchgeführt wurde und auf dem die Gebärdensprache in den Schulen etc. verboten wurde. Diese Entscheidung von damals prägt noch unsere Barrieren bei der Entfaltung der Gebärdensprache, und in den Schulen wird heute noch in Lautsprache unterrichtet. Trotz der Vancouver-Erklärung aus dem Jahr 2010, aus der hervorgeht, dass die jahrelange Unterdrückung der Gebärdensprache eine falsche Entscheidung war und somit die Gebärdensprache wieder Einzug in den Schulen finden soll. Über die Entwicklung von 1880 bis heute möchte der taube Historiker Helmut Vogel einen Vortrag halten. Im Anschluss daran gibt es einen Vortrag von Dr. Oliver Rien über die "Auswirkungen des Gebärdensprachverbots" bei gehörlosen Menschen.
 
Wann:         13. September 2011
Wo:             BBW Nürnberg (Aula), Pommernstr. 25, 90451 Nürnberg
Uhrzeit:      18:00 – ca. 21:00 Uhr
 
Gebärdensprachdolmetscherinnen sind vor Ort (DGS und Lautsprache für Hörende)

Stirbt die Gebärdensprache aus?

GIZMODO

GIZMODO bezeichnet sich als "Gadget Weblog" - eine Seite also, die sich mit Geräten und Software befasst. Was hat da die Gebärdensprache zu suchen? Ganz einfach: Die Gebärdensprache könnte durch die Technik verdrängt werden.

"Ein negativer Nebeneffekt von Innovation und Technik ist sicherlich, dass ehemals nützliche Dinge veralten und unnütz werden. Zu den Opfern zählen mitunter CDs, Kassetten, AOL, Dreamcast und viele andere. Doch könnte dies der Gebärdensprache auch widerfahren? Einige behaupten dies jedenfalls."

Ob die Gebärdensprache ein Auslaufmodell ist wie z.B. Schallplatten? Allerdings - Vinyl-Platten finden immer mehr Fans und werden gerade wiederbelebt. Wie wird es den Gebärdensprachen ergehen? Eine lebhafte Diskussion ist bei GIZMODO gestartet, an der Sie sich noch beteiligen können.

Stirbt die Gebärdensprache aus?

130–jähriges Jubiläum des Vereins der Gehörlosen Stuttgart e.V.

130–jähriges Jubiläum des Vereins der Gehörlosen Stuttgart e.V.

Am 24. September 2011 wird der Verein der Gehörlosen Stuttgart e.V.  sein 130-jähriges Jubiläum begehen.

Außerdem findet das 1. Kindergebärdensprachfestival in Stuttgart statt.

Mehr Informationen auf der Vereinshomepage www.vdg-stuttgart.de

 

Zweite Sommerakademie an der Hochschule Fresenius in Idstein

Hochschule Fresenius

Gebärdensprache: Einblicke in eine besondere Kommunikationsform vom 1. – 5. August in der Limburger Straße 2

In der Woche vom 1. – 5. August findet an der Hochschule Fresenius in Idstein eine Sommerakademie zur Gebärdensprache statt. In dieser einwöchigen Veranstaltung auf dem Campus der Hochschule Fresenius in der Limburger Straße werden namhafte Lehrende allen Interessierten mit und ohne Vorkenntnisse eindrucksvolle Einblicke in diese Sprache und das Leben mit Gehörlosigkeit geben.

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Flashmob 'Aufgewacht - Gebärdenzeit!'

Flashmob Aufgewacht - Gebärdenzeit!

Studenten im 4. Semester Gebärdensprachdolmetschen an der Westsächsischen Hochschule Zwickau haben ein großes Projekt unter dem Motto „Aufgewacht - Gebärdenzeit!“ mit verschiedenen Veranstaltungen durchgeführt. Sie haben Unterrichtsstunden in Grundschulen und Gymnasien gestaltet. Außerdem haben sie Seminare in ihrer Hochschule sowie in einer Seniorenbegegnungsstätte angeboten.

Am Samstag, dem 25. Juni 2011, findet um 15 Uhr der Höhepunkt ihres Projektes, ein so genannter Flashmob, statt. Das heißt, viele Menschen treffen sich auf einem öffentlichen Platz und tanzen, singen oder bleiben einige Zeit unbeweglich stehen. Sie wollen gebärden und andere Personen dazu animieren. Dafür haben sie das Lied „Musik nur, wenn sie laut ist“ von Herbert Grönemeyer ausgesucht.

Alle Informationen zum Flashmob, einige Gebärden für Hörende ohne DGS- Kenntnisse und die wichtigsten Liedzeilen in DGS haben sie in einem Video zusammengestellt: http://www.youtube.com/watch?v=nD6oh_TTsA4

Außerdem haben sie einen Film mit dem gesamten Lied in DGS gedreht: http://www.mediafire.com/file/wxsfre6m6ixghvf/gesamtes%20Lied.wmv

Nach dem Gebärdensprach-Flashmob teilen sie Flyer aus, die über Gehörlose, Gebärdensprache und die Kultur kurz und prägnant informieren.

  • Wann? am 25. Juni 2011, 15 Uhr
  • Wo? Kreuzung Innere Plauensche Str. - Peter- Breuer- / Magazinstr. zwischen dem Einkaufszentrum „Arcaden“ und der Drogerie „Müller“
  • Wer? Das 4. Semester Gebärdensprachdolmetschen & alle, die Lust haben!!!

Kommt! Schaut zu! Macht mit!

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