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Im Zeichen des Taubseins

7. Gebärdensprachfestival 2010

Am 24./25. September findet in Berlin das 7. Gebärdensprachfestival statt. Das 7. Gebärdensprachfestival dient als Höhepunkt der Aktionswoche "Berliner Deafweek" vom 17. bis 25.9.2010.

Seit dem ersten Gebärdensprachfestival 1991 hat sich einiges getan in der Gehörlosenwelt. Nicht nur Paddy Ladds "Deafhood" hat das Bewusstsein gewandelt, von "Taubheit" zu "Taubsein" eben - die Gebärdensprachfestivals haben den Stolz auf die eigene Sprache und Kultur manifestiert. Und so wurde nicht zufällig das Motto für das 7. Festival gewählt:Im Zeichen des Taubseins.

7. Gebärdensprachfestival 2010

Chinesische Gebärde für QIGONG YANGSHENG gesucht!

Quigong

Im November 2009 veranstaltete das Kommunikationsforum Augsburg einen Schnupperkurs "Qigong Yangsheng" für Gehörlose, und die Ärztin war von ihrem ersten Kursangebot für Gehörlose sehr angetan. Sie ist auch in der Redaktion für die Zeitschrift für Qigong Yangsheng tätig. Sie erzählte, dass diese chinesischen Übungen zur Stärkung der Lebenskraft auch für Gehörlose geeignet sind. Diese Erfahrung wurde durch den Kurs bestätigt, und die Ärztin möchte ihre Kollegen in ganz Deutschland ebenfalls mobilisieren, solche Kurse für Gehörlose deutschlandweit anzubieten. Sie wird demnächst einen Artikel in dieser Zeitschrift in Zusammenarbeit mit Kerstin Mackevicius vom Kofo Augsburg schreiben. Kerstin würde gerne die Gebärdenbilder für Qigong und Yangsheng anbringen: "Das hat auch mit Respekt zu tun, wenn wir chinesische Gebärden übernehmen könnten, weil diese medizinische Übung nämlich aus China stammt. Vielleicht habt Ihr chinesiche Freunde, die uns die Gebärden zeigen könnten. Per Fotos, Zeichnungen oder YouTube ... "

Hinweise bitte an Kerstin Mackevicius vom Kofo Augsburg

Vernachlässigte Themen in der Presse

Education for the Deaf, 1971, by Betty G. Miller
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Das ist Ihnen sicher auch schon aufgefallen: In der Presse gibt es immer wieder neue Modethemen. Plötzlich schreiben alle über Kampfhunde, über Vogel- oder Schweinegrippe usw. Die Themen verschwinden meist genauso schnell wieder, wie sie erschienen sind. Andere Themen dagegen werden verschwiegen. Warum? Vielleicht, weil sie nicht so sensationell und daher nicht verkaufsfördernd sind?

Die INA (Initiative Nachrichtenaufklärung) wurde von der Jacobs University Bremen und der TU Dortmund gegründet. Sie setzt sich dafür ein, dass von der Presse vernachlässigte Themen publik gemacht werden. Jedes Jahr weist sie auf 10 vernachlässigte Themen hin. 2009 war eines dieser Themen:

Schulen für Gehörlose unterrichten keine Gebärdensprache

Für "Laien" unfassbar! Ein Streit, der seit Jahrhunderten nur von "Fachpädagogen" ausgetragen wird, gehört nach Meinung der INA in die Öffentlichkeit.

Top 10 der vernachlässigten Themen 2009

KOFO in Bremen: DGS-Wörterbuch und DGS-Korpus

DGS-Korpus

Am Freitag, den 19. Februar 2010 um 19.00 Uhr referiert Thomas Opitz-Plotzki (gl) im Gehörlosen Freizeitheim, Schwachhauser Heerstraße 266, Bremen, über das Thema: "DGS-Wörterbuch und DGS-Korpus".

Als Kontaktperson unterstützt Thomas Opitz-Plotzki die Durchführung des Korpus-Projektes für das Institut für Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser.

Thomas:

"Wir suchen Euch als gehörlose Informanten aus Bremen und Niedersachsen. Das Projekt kann nur erfolgreich sein, wenn die Sprachgemeinschaft sich bereit erklärt, mitzumachen und ihre Sprache der Forschung zur Verfügung stellt. Dadurch hat die Sprachgemeinschaft direkten Einfluss auf das Korpus-Projekt. Das ist eine einmalige Gelegenheit!"

Entwicklung eines korpusbasierten elektronischen Wörterbuchs Deutsche Gebärdensprache (DGS) — Deutsch

Lost in Deutschland

"Lost in Deutschland" (=verloren in Deutschland), so hat der in Deutschlnd lebende Engländer Brian Melican seinen Blog genannt. Er greift die verschiedensten Themen auf, vor allem, um Unterschiede und Gegensätze zwischen Deutschland und England aufzuzeigen. Als neuestes Thema hat er die Gebärdensprache gewählt. Welche Unterschiede gibt es zwischen DGS und BSL, und vor allem: Welchen Stellenwert haben die Gebärdensprache jeweils in D und GB? Um das zu verdeutlichen, hat Brian das IDGS an der Uni HH besucht und Prof. Rathmann interviewt.

Lost in Deutschland - Gebärdensprache bei deafVision jetzt mit Untertiteln!
Auf Jules Blog "Die Welt mit den Augen sehen": Lost in Gebärdensprache..."
In DerWesten: Viel sagen ohne Worte

DGS-Korpus-Info-Veranstaltungen

DGS-Korpus

Hamburg ist der erste Schritt für die bundesweite Gebärden-Datenerfassung. 10 weitere Erfassungsgebiete aus ganz Deutschland folgen noch innerhalb den nächsten 2 Jahre.
Die Info-Veranstaltung für den Hamburger Raum (inkl. Gebiete um Stade und Lüneburg) findet am 17. November statt. Für dieses Gebiet ist Thimo Kleyboldt als Kontaktperson (Vermittler zwischen dem Institut für Deutsche Gebärdensprache an der Uni HH) zuständig.

Infoveranstaltung zum Projekt DGS-Korpus
Ort: Clubheim, Bernadottestr. 126, Hamburg
Beginn: 18.30 Uhr

DGS-Video: Info-Veranstaltung

Am 20. November um 19:00 Uhr wird Agnes Kraft im Gehörlosenzentrum Kiel alle Interessierte über das Projekt „DGS- Korpus“ informieren. Bei der Veranstaltung sollen sich auch Personen melden, die bereit sind, im Januar oder Februar 2010 bei den Filmaufnahmen mitzumachen. Besonders gesucht werden erwachsene Gehörlose, deren Eltern auch gehörlos sind. Aber auch andere Gehörlose, die mit der Deutschen Gebärdensprache aufgewachsen sind, können mitmachen.
Wo: Gehörlosenzentrum Kiel, Hasseer Straße 47, 24113 Kiel
Wann: Freitag, 20. November 2009
Was: Vorstellung des Projektes "Wörterbuch Deutsche Gebärdensprache - Deutsch" und Mitarbeit am DGS-Korpus
Referentin: Agnes Kraft
Beginn: 19.00 Uhr
Kosten: frei

Info-Veranstaltung in Nürnberg: Integrationsfachdienst Mittelfranken, Muggenhofer Straße 107 um 19:00 Uhr (Einlass 18:30 Uhr); Referenten: Margit Hillenmeyer und Michael Striffler

Weiterbildung zum Unterricht in Gebärdensprache

AFL Hessen

Erzählt man einem Hörenden, der bisher kaum etwas mit Gehörlosen zu tun hatte, dass man Gehörlosenlehrer ist, dann kommt die spontane Reaktion: "Ach, dann unterrichten Sie also in Gebärdensprache." Eigentlich sollte das wirklich eine Selbstverständlichkeit sein. War es aber lange Zeit überhaupt nicht. Im Gegenteil, die "Fachleute" haben sich über die unwissenden Laien amüsiert, die halt nicht wussten, dass die Gehörlosen lautsprachlich unterrichtet werden, also artikulieren und absehen lernen müssen. Leider sind gebärdensprachkompetente Gehörlosenlehrer auch heute noch keine Selbstverständlichkeit. Umso mehr freut man sich, wenn man Nachrichten wie diese liest:

'Verbotene Sprache' auf DVD

Verbotene Sprache
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Am 30. Oktober wurde in Zürich der Film "Verbotene Sprache" über den Gebärdensprachkünstler Rolf Lanicca vorgestellt (s.u.). Wer nicht nach Zürich reisen konnte - wer konnte das schon! ;-) - kann sich den Film jetzt in Ruhe zu Hause ansehen, auf DVD. Für alle, die mit der (schweizerischen) Gebärdensprache Mühe haben, gibt es selbstverständlich auch Untertitel. Erhältlich ist die DVD bei handshop.ch.

Revolutionäre Experimente

Melanie Drewke und Lutz Pepping

Seminare zu Themen wie "CI und Gebärdensprache" oder "Identität und Gehörlosigkeit" barrierefrei machen, das ging an der Uni Hamburg ganz anders als gewohnt. Unterrichtssprache war DGS, d.h. ALLE, sowohl die Dozentin als auch die gehörlosen und hörenden StudentInnen, haben in DGS referiert und diskutiert. Traumhaft für die gehörlosen und gebärdensprachkompetenten hörenden StudentInnen! Nur die in DGS nicht ganz so fitten Studis hatten Mühe. Aber für sie gab es Dolmis - und so Barrierefreiheit! Verkehrte Welt, aber wo, wenn nicht hier, kann und sollte in DGS gelehrt werden? Und so ganz nebenbei wurde deutlich, dass DGS keine Primitivsprache für den small talk ist, sondern sehr wohl auch dem akademischen Bereich gewachsen ist.

Melanie Drewke und Lutz Pepping hatten diese kleine Revolution angestoßen (s.u.). Jetzt haben sie über die ersten Erfolge berichtet: "Kommunikationsrevolution hat sich bewährt". Damit ist aber längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Sie machen weiter, und man darf gespannt sein auf ihren dritten Bericht.

Ist es sinnvoll, die GebärdenSchrift im Gebärdensprachkurs einzusetzen?

Vortrag: Ist es sinnvoll, die GebärdenSchrift im Gebärdensprachkurs einzusetzen?

Zu diesem Thema veranstaltet der Landesverband der GebärdensprachlehrerInnen Bayern e.V. einen Vortrag, zu diesem auch Pädagogen, Dolmetscher und auch für Gebärdensprache interessierte Hörende herzlich eingeladen sind! Dieser Vortrag wird nicht gedolmetscht, also sind Gebärdensprachkenntnisse vorausgesetzt.

Referentin: Anke Klingemann, München, staatl. anerkannte Gebärdensprachdozentin

Wann: Samstag, 07. November 2009 von 10.00 bis 13.00 Uhr

Wo: Seminarraum des Landesverbandes Bayern der Gehörlosen e.V. in der Schwanthalerstraße 76 / Rückgebäude in München

Teilnahmegebühr: 15,- € für LGSL-Mitglieder, 30,- € für Nichtmitglieder

Anmeldung an: Kerstin Mackevicius bis 31. Oktober 2009, E-Mail: kerstin.mackevicius@a-city.de

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