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„Die Kultur der Gebärdensprache muss weiter ausgebaut werden!“ fordert Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung. Die Miteinander vor Ort Veranstaltung in Plattling gab Einblicke in diese Sprach- und Minderheitskultur.

„Gehörlos ist nicht sprachlos! – Einblicke in eine Sprach- und Minderheitskultur“ war das Thema der Miteinander vor Ort Veranstaltung in der Berufsschule St. Erhard in Plattling. In Kooperation mit dem Studiengang Gebärdensprachdolmetschen der Hochschule Landshut konnten die Gäste in die Kulturgemeinschaft eintauchen und sich austauschen. „Ich kämpfe seit Jahren für die Ausbildung von Dolmetschern für Gebärdensprache und merke oft, wie groß der Notstand ist. Auch durch Bildschirm-Übertragung ist inzwischen sehr viel möglich und wir sollten alles gut nutzen, damit Menschen mit Hörbeeinträchtigung an allen Facetten des Lebens besser teilhaben können!“, so Irmgard Badura.

Staatsminister Bernd Sibler betonte, dass mit dem Bachelor-Studiengang Gehörlosensprachdolmetschen ein innovatives und in Süddeutschland einzigartiges Angebot an der Hochschule Landshut eingerichtet wurde: „Mit dem Konzept der inklusiven Hochschule und dem Programm Bayern barrierefrei 2023 bringen wir im universitären Bereich die Inklusion voran. Gemeinsam arbeiten wir an dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe weiter.“ In Bayern leben rund 9.000 schwerhörige oder gehörlose Menschen. Sie sind in vielen Situationen auf Gebärdensprachdolmetscher angewiesen. Für sie stehen nur etwa 100 Gebärdensprachdolmetscher zur Verfügung.

In einem authentischen Imagefilm bietet die bayerische Behindertenbeauftragte Irmgard Badura Einblick in ihren vielseitigen Arbeitsalltag. Sie trifft sich vor Ort mit Betroffenen, berät Politiker und kämpft dafür, dass Behinderte als gleichwertige Partner ernst und wahrgenommen werden. Der Film mit Gebärdensprache ist auch auf der Hauptseite des Portals für Hörbehinderte und Gehörlose www.deafservice.de bis 31. Mai 2018 zu sehen.

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