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In immer mehr Kitas lernen Kleinkinder durch ihre ErzieherInnen einzelne Gebärden. Diese Gebärden stammen aus der DGS und nennen sich „Baby-Signals“. Sie wurden von Wiebke Gericke entwickelt und sind für Kinder von ca. 6 bis 24 Monaten geeignet. Die Grundidee stammt aus den USA, inzwischen werden auch in Deutschland Kurse für Interessierte angeboten.

Vor allem im norddeutschen Raum sind die Baby-Signals verbreitet und werden in Krippen und Kitas angewendet.

Sie sollen als Brücke zum Sprechen dienen. Auf diese Weise können sich Kleinkinder schon vor dem Sprechen mitteilen, etwa durch die Gebärden essen, trinken und schlafen. Die älteren Kinder lernen außerdem noch Tier- und Fahrzeuggebärden.

Die ErzieherInnen sprechen zu jeder Gebärde das entsprechende Wort, damit auch die Lautsprache erlernt wird. Die Gebärden werden zusätzlich genutzt, um zu unterstreichen, was gesagt wurde.

Interessanterweise kopieren nicht alle Kinder die Gebärden sofort. Einige beobachten die gebärdenden ErzieherInnen monatelang, ehe sie die Gebärden selbst ausführen. Andere ahmen die Baby-Signals sofort nach und wenden sie an.

Es ist nicht bewiesen, dass frühe Gebärden den Spracherwerb fördern. Doch die Gebärden sind, wie Wiebke Gericke sagt, eine Bereicherung für die Beziehung zum Kind.

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