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Zuschauer*innen von Pressekonferenzen von der nordirischen Regierung sehen nicht nur eine, sondern gleich zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen. Übersetzt werden Pressekonferenzen in die Irische Gebärdensprache (ISL) und die Britische Gebärdensprache (BSL). RTÉ hat darüber einen Artikel veröffentlicht.

Bei nordirischen Pressekonferenzen berichten bisher die Primeministerin Arlene Foster, die auch Vorsitzende der protestantischen und unionistischen Partei Democratic Unionist Party, und die stellvertretende Primeministerin Michelle O’Neill von der katholischen und irisch-republikanischen Partei Sinn Féin, über die Coronakrise.

In der Vergangenheit war die Sprachpolitik, ob die irische Sprache in Nordirland gefördert werden soll, oft die Ursache für Spannungen zwischen beiden Parteien. Nordirland hat zwischen 2017 und 2020 für drei Jahren keine Regierung mehr. Die Koalition zwischen der Sinn Féin und der mit ihr lange verfeindeten DUP war im Januar 2017 zerbrochen. Alle Entscheidungen für Nordirland wurden in diesem Zeitraum in London getroffen. Nach dreijährigem Stillstand bekam Nordirland im letzten Januar wieder eine Regionalregierung.

Unabhängig vom Sprachkonflikt hat sich die nordirische Regierung für die Übersetzung in beiden Sprachen entschieden, um Informationen für ein möglichst breites Publikum bereitzustellen. Es gibt Hinweise darauf, dass die Irische Gebärdensprache in ländlichen Gemeinden häufiger verwendet wird und die Britische Gebärdensprache in Städten und Gemeinden beliebter ist.

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