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Auf Anregung des Landes Berlin kann die Deutsche Gebärdensprache jetzt reguläres Schulfach in den Bundesländern werden. Das geht aus einer Empfehlung der Kultusministerkonferenz hervor, die gestern, am 8. Oktober 2021, die Ergebnisse ihrer Beratung in Potsdam vorstellte.

Kultusministerkonferenz (Foto: SenBJF)

Die Empfehlungen zu curricularen Vorgaben eines kompetenzorientierten Wahlpflicht- oder Wahlfaches »Deutsche Gebärdensprache (DGS)« wurde gestern verabschiedet. Sie soll den Bundesländern bei Einführung des Wahlpflicht- oder Wahlfaches Hilfestellungen für die Erarbeitung eines länderspezifischen Curriculums und für Qualitätsentwicklungsmaßnahmen geben.

Präsidentin der Kultusministerkonferenz und brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst: »Die Empfehlungen sind ein großer Schritt zur Gleichstellung der Gebärdensprache mit anderen Sprachen. Sie machen Aussagen zum Erwerb einer gebärdensprachlichen Handlungskompetenz, insbesondere zur kommunikativen Kompetenz, zur Text- und Medienkompetenz, zur Sprachbewusstheit und Sprachreflexion, zur Sprachlernkompetenz und zur transkulturellen Kompetenz. Indem die Länder dafür Sorge tragen, dass Schülerinnen und Schüler die in diesen Empfehlungen formulierten Kompetenzen in den jeweiligen landesspezifischen Unterrichtsangeboten erwerben können, wird eine Vergleichbarkeit, Zielorientierung und Überprüfbarkeit des Kompetenzerwerbs im Gebärdensprachenunterricht sichergestellt.«

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Bildquellemonkeybusiness / envato elements

1 KOMMENTAR

  1. Ein Curriculum kann man von anderen Bundesländern abschreiben, zusammenstellen oder selber schreiben. Das KMK Curriculum ist sicherlich ein schönes Zeichen, ein erster Schritt und auch eine Voraussetzung für Einigungen.

    Für mich ist es aber eine unverschämte Verzögerung längst überfälliger Beschlüsse.

    Hat die KMK nun endlich ein Wahlpflicht oder Wahlfach beschlossen?
    Erkennen die Bundesländer DGS als Zweitsprache an?

    Darüber kann ich in den Veröffentlichungen der KMK nichts finden!

    Wie sieht die Umsetzung der Gebärdensprache im europäischen Vergleich aus.

    Gut die Zahlen sind schon alt, aber in den USA kann man in ca. zwanzig Prozent der Bundesstaaten per Gesetz Gebärdensprache lernen, wie jede andere Sprache auch. Die Beliebtheit von ASL liegt in etwa auf Platz 5!
    In ca. 60 % der Bundesstaaten bzw. an 200 Universitäten wird ASL sogar für das Studium anerkannt! Das ist nichts besonderes.

    Auch wenn ein gemeinsames Curriculum ein schönes Zeichen ist, so sollten auch Stellenwert, Zeitpunkt und Verspätung nicht verkannt werden.

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