Theater in Gebärdensprache zu Hause erleben?
Das ist möglich! Beim Staatstheater Augsburg kann man inklusive Inszenierungen bestellen, die speziell für die 360-Grad-Perspektive entwickelt wurden. Die passende VR-Brille zum Ausleihen wird direkt mitgeliefert.
Die VR-Inszenierung von E. T. A. Hoffmanns »Der Sandmann« war ein großer Erfolg. Sie entstand in einer Kooperation zwischen dem Staatstheater Augsburg und der Augsburger Puppenkiste. Ab sofort ist diese Inszenierung auch in einer Version in Deutscher Gebärdensprache verfügbar.
Wie funktioniert die DGS-Version?
In der VR-Brille sind jeweils Doubles neben den Figuren zu sehen, die den gesprochenen Text in DGS übersetzen. Für eine leichtere Zuordnung der Rollen tragen sie die Originalkostüme. Untertitel in deutscher Sprache sind bei dieser Version als ergänzendes Angebot inklusive.
Wer hat die DGS-Übersetzung gemacht?
Vier taube Darstellende verdolmetschen in »Der Sandmann« aus der Lautsprache, wobei die Übersetzung nicht von einer hörenden Person übernommen wurde, sondern von den gehörlosen Beteiligten gemeinsam erarbeitet wurde. Mit dabei sind die DGS-Muttersprachler Thomas Mitterhuber, langjähriger Chefredakteur der Deutschen Gehörlosenzeitung, und der Deaf Performer Walter Chiofalo. Gemeinsam mit der aus Film und Fernsehen bekannten, preisgekrönten Schauspielerin Anne Zander sorgen sie für eine authentische gebärdensprachliche Umsetzung. Stefan Goldschmidt, DGS-Experte und Pionier im Wissenschaftsfeld der Kommunikation Tauber & Gehörloser, gebärdet die Rolle der Erzählfigur und stand dem Team als Übersetzer und Deaf Supervisor zur Seite.
Zur Website von »Der Sandmann« mit weiteren Informationen und Bestellmöglichkeiten gelangen Sie hier.















