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'Teufelsding' oder 'Sesam öffne dich' ?

Lukas 14

In Frankfurt findet ein Vortrag von Michael Schwaninger zum CI mit Gebärdensprachdolmetscher statt:

Das Cochlea Implantat - Hörprothese: „Teufelsding“ oder „Sesam öffne dich???“

Samstag, 27.02.2010, 10 – 12 Uhr im LUKAS 14, Vilbeler Straße 36, 60313 Frankfurt

Michael Schwaninger, selbst CI-Träger und 1. Vorsitzender des Cochlear Implant Verbands Hessen-Rhein-Main e.V., steht Rede und Antwort und berichtet aus eigener Erfahrung.

Der Vortrag wird in Gebärdensprache gedolmetscht.
 

Mensch und Maschine wachsen zusammen

Spiegel Online

Unter diesem Titel berichtet Spiegel Online über künstliche Körperteile. Da geht es um künstliche Gliedmaßen, künstliche Augen usw. Brisant wird es da, wo sie mit dem menschlichen Nervensystem verbunden werden. Da verwächst die Technik mit dem menschlichen Körper. Und genau das geschieht beim CI, dem Cochlea Implantat. Im Artikel selbst nimmt das CI nur zwei kleine Absätze ein. Im Diskussionsforum ist es aber DAS Thema geworden. Da kommen Hörende und Gehörlose, Betroffene, Gegner, Eltern und Fachleute zu Wort. Es ist zwar der alte Schlagabtausch, aber wer es lesen mag oder sich einmischen will:

Spiegel-Online-Forum: Künstliche Körperteile: Mensch und Maschine wachsen zusammen

Artikel: Künstliche Körperteile - Mensch und Maschine wachsen zusammen

Filmpremiere in Zürich: 'Verbotene Sprache'

Verbotene Sprache

Der Schweizerische Gehörlosenbund organisiert am 30. Oktober in Zürich eine Filmpremiere der besonderen Art. Es geht dabei um die schweizweite Erstaufführung des Films „Verbotene Sprache“ über den Gebärdensprachkünstler Rolf Lanicca.

Rolf erhält als erstes Kind in der Schweiz ein Cochlea Implantat. Medizin und Eltern trimmen Klein-Rolf, sich in der Welt der Hörenden zu integrieren. Erst als junger Erwachsener bricht er aus, lernt die Gebärdensprache und findet seine Identität als gehörloser Mensch. Heute drückt sich Rolf Lanicca virtuos als Gebärdensprachkünstler auf der Bühne aus und provoziert an Poetry Slams mit pointierten und provokativen Texten. Ein emotionaler Film über ein in der Welt der Hörenden vernachlässigtes Thema. Die Diskriminierung einer weiteren Landessprache – der Gebärdensprache.

Prellen ohne Ton?

Lisel

Auf der HP von www.auheim-magics.de - ein "hörender" Handballverein - ist jetzt ein Interview veröffentlicht mit Lisel, einer hörgeschädigten Torhüterin, die in der höchsten Spielklasse (Oberliga Hessen Süd) im Team Handball spielt, und das sehr erfolgreich! Lisel ist CI-Trägerin, aber in der Kommunikation mit ihr müssen ihre Mitspielerinnen sich schon ein wenig auf ihre Hörschädigung einstellen:

Lisel: Also, niemand soll Scheu vor mir haben, mich anzusprechen. Ich freue mich über jedes Gespräch. Wenn ich was nicht verstanden habe, dann bitte ruhig bleiben und wiederholen, notfalls mit anderen Worten. Und auf jeden Fall mich anschauen. Nur wenn mich jemand anschaut, kann ich auch etwas verstehen. Wenn alle lachen und ich nichts vom “Witz” mitbekommen habe – so soll eine zu mir kommen und mir schnell/kurz darüber erzählen, was gewesen war. So fühle ich mich dann auch DABEI im Team. Wenn ich alles verstanden habe, dann fühle ich mich nicht so abseits. Es wäre auch toll, wenn unsere Trainer – trotz der manchmal aufkommenden Hektik in einem Spiel – ruhig mit mir reden könnten. Dann ist die Chance, deren Vorstellungen umzusetzen, sehr groß. Ich will nämlich IMMER gewinnen!

Lesen Sie das ganze Interview: Prellen ohne Ton?

Dolmetschen für CI-Träger/innen

Annica Scheiwiller

Annica Scheiwiller ist angehende Gebärdensprachdolmetscherin im letzten Studienjahr an der HfH-Heilpädagogischen Fachhochschule in Zürich und schreibt zurzeit eine Bachelor-Arbeit zum Thema:
Dolmetschen für CI-Träger/innen
- Welche Formen von Dolmetschen in welcher Situation werden von CI-
Träger/innen gewünscht?
- Welche Auswirkung hat dieser technische Fortschritt für die Zukunft der
Gebärdensprachdolmetscher/innen?

Betroffene Menschen haben sich für ein CI entschieden, weil sie unter anderem hörgerichtet leben wollen. Dennoch gibt es immer wieder Situationen, in welchen die Teilnahme an einer gelingenden Kommunikation mit großen Anstrengungen verbunden ist. Eine reibungslose Informationsaufnahme und Informationsaustausch sind nicht immer gewährleistet. In solchen Situationen ist ein/e Dolmetscher/in oft eine große Unterstützung.

Gesucht werden daher betroffene Personen, die ein CI ein- oder beidseitig implantiert haben und gerne bereit sind, den Fragebogen auszufüllen - unabhängig davon, ob bereits Erfahrungen mit Dolmetscher/innen bestehen oder nicht.

BBW Leipzig mit Film und Forum beim CI-Tag dabei

Ausbildung in einer Firma

Zum 4. Deutschen CI-Tag am 20. Juni 2009 gibt es vom BBW Leipzig eine Filmpremiere zum Thema "Ausbildung mit CI" im Internet. Passend dazu findet von 10 bis 15 Uhr ein Internetforum statt. Fachleute aus dem BBW beantworten Jugendlichen mit Cochlea Implantaten (CI), deren Eltern und allen Interessierten Fragen rund um das Thema Berufsausbildung.
Das BBW Leipzig zählt zu den wenigen Berufsbildungswerken, die eine Ausbildung in einer Firma in Wohnortnähe begleiten. Mit Beratung des Ausbildungsbetriebes und Unterstützung der Auszubildenden (z.B. Hör- und Sprachtraining, technische Ausstattung des Ausbildungsplatzes). Die Auszubildenden können dabei die Berufsschule des BBW besuchen. Die Arbeit in Kleingruppen, visuelle Lernmedien, gute Raumakustik und eine den individuellen Bedürfnissen der Schüler angepasste Kommunikation der Lehrkräfte unterstützen den Lernerfolg.

Für junge CI-Träger, die aufgrund ihres Hörstatus' und ihrer Sprachentwicklung an manchen Punkten Unterstützung benötigen, sind die langjährige Erfahrung des BBW im Umgang mit hörgeschädigten Menschen sowie die durchlässigen integrierten Ausbildungsformen ein guter Weg für eine erfolgreiche Ausbildung und Integration in den Arbeitsmarkt.

Film und Forum erreichen Sie über www.ausbildung-mit-ci.de

Kommunikation - der Schlüssel zur Gemeinschaft

4. CI-Tag

"Es wäre schön, wenn Gehörlose die Infostände besuchen würden, um zu zeigen, dass sie nicht in der Hölle der Taubheit leben, sondern in einer selbstbewussten Sprach- und Kulturgemeinschaft." Das hatten wir vor einem Jahr in einem Hinweis auf den 3. CI-Tag geschrieben (siehe unten). Zu den Zielen des 4. CI-Tags, der am 20. Juni stattfindet, heißt es jetzt: "Aber auch alle anderen Wege dieser Familien sind im höchsten Maße respektabel und wir möchten ausdrücklich auch gebärdensprachlich orientierte Hörgeschädigte ermutigen am 4. Deutschen CI-Tag teilzuhaben." Haben unsere Einwände also etwas bewirkt? Auch das neue Motto "Kommunikation - der Schlüssel zur Gemeinschaft" klingt doch schon ganz anders als ""Hören ist die wunderbarste Sache der Welt, solange man es kann." Eine Kehrtwendung der DCIG hin zur Gebärdensprache bzw. zur Zweisprachigkeit?

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Hörst du mich?

Familie Pisecky
Bild vergößern

Eine bunt gemischte deafy-Familie, die Piseckys aus Wien! Vater Manfred ist einseitig taub, Mutter Jutta von Geburt an schwerhörig, Tochter Verena hörend und Sohn Lukas gehörlos. Als selbst Hörgeschädigte kannten die Eltern sich natürlich mit dem Thema Hörschädigung schon aus. Durch den gehörlosen Sohn konnten sie aber noch viele Erfahrungen sammeln. Lukas ist CI-Träger. Unabhängig davon und gegen den Rat der Fachleute hat die ganze Familie aber für Lukas Gebärden gelernt. Und er hat die bilinguale Gruppe im Kindergarten des BIG besucht.

Ihren reichen Erfahrungsschatz wollen die Piseckys nicht für sich behalten, sondern mit anderen Eltern hörgeschädigter Kinder teilen. Aus diesem Grunde haben sie eine Website eingerichtet:

http://www.hoerst-du-mich.net

Wie Hören und Sehen wiederkommen

Kind mit CI

Unter diesem Titel berichtete die FAZ gestern über Neuro-Prothesen. Können Blinde bald wieder sehen, Querschnittgelähmte wieder gehen - dank der Neurotechnik? Geforscht wird intensiv. In einem Bereich hat man das Ziel schon erreicht: beim Cochlea Implantat. Bemerkenswert der Schlusssatz des Artikels:

Während Menschen gewohnt sind, Arzneimittel einzunehmen, gibt es gegen die elektrischen Mini-Impulsgeber Vorbehalte. Die Unternehmen kennen diese Ängste und wollen beschwichtigen: "Da wir den Patienten einen der Sinne wiedergeben, sehe ich hier keine ethischen Bedenken, auch wenn ich weiß, dass einige Gehörlose die Wiederherstellung des Gehörsinnes verneinen und lieber weiter die Gebärdensprache praktizieren", sagt Schlösser. Deshalb arbeiten Unternehmen wie Cochlear eng mit Medizinern, Audiologen, Neurologen und Therapeuten zusammen, um die Patienten über die Risiken aufzuklären.

Mal ganz abgesehen von den Fehlinformationen (keine "Wiederherstellung" bei taub Geborenen, eher KEINE Aufklärung über Risiken!) - die Zusammenarbeit mit den Fachleuten lohnt sich allemal. Nicht zufällig erscheint der Artikel in der Rubrik Wirtschaft/Unternehmen. Da geht es nicht um die edlen und selbstlosen Helfer der Menschheit, sondern um Umsätze und Profit. "2005 lag das Marktvolumen bei ungefähr 440 Millionen Dollar. Bis zum Jahr 2012, schätzen Fachleute, ist auf diesem Gebiet ein Umsatz von 1,6 Milliarden möglich."

Für 2€ können Sie den Artikel bei der FAZ herunterladen: Wie Hören und Sehen wiederkommen.

Maryanne Becker auf der Leipziger Buchmesse

Maryanne Becker - copyright: Peter Strobel Photodesign

Sie wollten Maryanne Becker schon immer mal persönlich kennenlernen? Auf der Leipziger Buchmesse haben Sie dazu die Gelegenheit. Am 14. März finden Sie sie und ihre Bücher in der Zeit von 12.30 bis 16.30 Uhr am Stand A 200 / Halle 4 bei SUCHBUCH.DE.

Im Rahmen von «Leipzig liest» wird sie dann um 18 Uhr im Haus des Hörens ihr Buch "Klänge aus dem Schneckenhaus – Cochlea-Implantat-Träger berichten" vorstellen und signieren.
 

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