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Kanzlerin Angela Merkel hat zum dritten Mal innerhalb von einem Monat einen Zitteranfall erlitten. Die Sorge um ihren Gesundheitszustand wächst. Die Kanzlerin beruhigte: „Man muss sich keine Sorgen machen.“

Die Lippenleserin Julia Probst ist gestern am 10. Juli 2019 von verschiedenen Medien gebeten worden, bei Frau Merkel abzulesen, was sie bei ihrem Zitteranfall sagte. Sie hat ein Antwortschreiben an die Medien mit folgenden Worten veröffentlicht:

„Ich muss da mal was loswerden, da ich total entsetzt bin und ich hoffe, der Regierungssprecher liest diesen Tweet auch. Mich baten verschiedene Medien um einen Ableseservice bei der Bundeskanzlerin während des heutigen Zitteranfalls, da sie währenddessen vor sich hinspricht. Ich habe allen Anfragen diese Zeilen geschrieben und hoffe, dass es etwas bewirkt hat: 

Vielen Dank für die freundliche Anfrage. Mir ist bewusst, dass es für die Medien interessant ist, was Frau Merkel da vor sich hin spricht bei dem Zitteranfall. Gut finde ich es aber nicht, dass es unbedingt entziffert werden muss.

Frau Merkel ist für mich, auch wenn ich ihre Politik nicht immer gut finde in allen Punkten, zuerst immer ein Mensch wie alle Politiker/innen. Und als Mensch schätze ich Frau Merkel sehr aufrichtig, weil sie sich mir gegenüber immer sehr anständig verhalten hat. Sie hat mir ein Versprechen gegeben für die Barrierefreiheit beim Tag der offenen Türe und es auch gehalten.

Das rechne ich ihr bis heute hoch an und daher würde es mir niemals in den Sinn kommen, das an die Medien zu geben, was die Bundeskanzlerin da vor sich sagt in einer sehr unangenehmen Situation durch die öffentliche Dauerbeobachtung.

Kurz gesagt: Ich finde es nicht witzig und verstehe es auch nicht, warum sowas relevant sein soll für die Medien. Ich würde mir wünschen, dass die Medien in diesem Punkt sich das fragen: ‚Angenommen, das wäre ICH selbst in der gleichen Situation, würde ich das wollen, dass man auf diese Art über mich berichtet?‘

Ich hoffe, meine Absage verstehen Sie nicht als Affront, sondern lediglich als Fingerzeig.“

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