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European Union of the Deaf (EUD) hat am 16. März 2021 eine Erklärung zur Intersektionalität mit einem Gebärdensprachvideo in International Sign veröffentlicht. Intersektionalität (von englisch intersection „Schnittpunkt, Schnittmenge“) beschreibt die Überschneidung und Gleichzeitigkeit von verschiedenen Diskriminierungskategorien gegenüber einer Person. Intersektionalität ist, wenn zum Beispiel eine taube Frau als tauber Mensch und auch als Frau diskriminiert wird.

Das Ziel der EUD ist es, Gleichheit, Gleichberechtigung, Vielfalt und Nicht-Diskriminierung zu erreichen, indem die Menschenrechte aller Gehörlosen geschützt werden. EUD: „Wir alle sind gehörlos und durch Gebärdensprachen vereint, aber wir müssen uns daran erinnern, dass unsere Einheit, Akzeptanz und Respekt für jeden in unseren reichen Gemeinschaften eine Voraussetzung für unseren Erfolg bei der Erreichung dieses Ziels ist.“

In Anerkennung der Vielfalt der Gehörlosengemeinschaften übernimmt die EUD die Verantwortung, ihre Bemühungen um die Stärkung der Randgruppen zu verstärken. Aus diesem Grund wird die EUD sicherstellen, dass die Perspektive der Intersektionalität im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht, denn die EUD ist fest entschlossen, niemanden zurückzulassen.

EUD: „Da die Vielfalt ein Teil unseres kollektiven Reichtums ist, müssen wir sicherstellen, dass Intersektionalität in unserer Arbeit vollständig reflektiert wird. Wir werden unser Eintreten für Inklusion, Gleichberechtigung und Gerechtigkeit in all ihren Facetten verstärken. Wir werden uns bemühen, durch unsere Arbeit sicherzustellen, dass die Perspektiven aller gehörlosen Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Rasse oder ethnischen Herkunft, ihrer Religion oder Weltanschauung, ihrem Alter, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Sprache und ihrer Geschlechtsidentität, gleichermaßen sichtbar sind. Darüber hinaus werden wir sicherstellen, dass die EUD von Personen repräsentiert wird, die sich zu jeder Zeit an die Prinzipien der Gleichheit, Gleichberechtigung, Vielfalt und Nichtdiskriminierung halten.“

Die EUD wird eine Arbeitsgruppe einrichten, die sich mit dem Thema Intersektionalität beschäftigt. Das Ziel der Arbeitsgruppe wird es sein, intersektionale Perspektiven in die politische Arbeit der EUD und andere Aktivitäten der EUD und ihrer Mitgliedsorganisationen einzubeziehen. Die Arbeitsgruppe wird untersuchen, wie die EUD mit anderen Organisationen zusammenarbeiten kann, die gehörlose Frauen, gehörlose LGBTIQ+ Personen, gehörlose ältere Menschen, gehörlose Flüchtlinge, gehörlose BIPoC Personen, taubblinde Personen, Gehörlose mit zusätzlichen Behinderungen und andere gehörlose Personen mit intersektionalen Erfahrungen vertreten. Das Ziel der Arbeitsgruppe wird es sein, die Effizienz der EUD beim Mainstreaming von Intersektionalität zu erhöhen und den Aktionsradius der EUD zu erweitern. Sie wird außerdem den EUD-Vollmitgliedern eine Anleitung und Werkzeuge zur Verfügung stellen, um die Inklusion von gehörlosen Menschen mit intersektionalen Erfahrungen innerhalb ihrer Organisationsstruktur sowie ihrer Aktivitäten zu fördern. Die Arbeitsgruppe zu Intersektionalität wird die Repräsentanten der marginalisierten Gruppen befähigen, die Arbeit zum Mainstreaming intersektionaler Perspektiven zu leiten.

Im Bewusstsein ihrerEUD Kapazität, aber unter Maximierung der Machbarkeit, wird die EUD ihre Bemühungen darauf konzentrieren, sicherzustellen, dass ihre Advocacy-Arbeit für die vollständige und sinnvolle Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen durch die bevorstehende Europäische Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen mit den Umsetzungsmaßnahmen der EU-Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2020-2025, der EU-Strategie für die Gleichstellung von LGBTIQ+ 2020-2025, des EU-Aktionsplans gegen Rassismus 2020-2025 und des Strategischen Rahmens der EU für die Gleichstellung, Eingliederung und Teilhabe der Roma 2020-2030 synergetisch zusammenwirkt und in diese einbezogen wird. Darüber hinaus wird die EUD darauf abzielen, ihre Mitglieder zu befähigen, verschiedene europäische Gesetzgebungs- und Politikinstrumente zu nutzen, wenn sie sich dafür einsetzt, dass die Gehörlosenperspektive in die nationale Gesetzgebung, Politik und Aktionspläne zu Behindertenrechten, Geschlechtergleichstellung, LGBTIQ+-Gleichstellung, Anti-Rassismus, Roma-Gleichstellung, -Inklusion und -Teilhabe und anderes aufgenommen wird.

Die EUD setzt sich dafür ein, die Vision der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen und der EU-Kommissarin für Gleichstellung Helena Dalli zu verwirklichen – die Europäische Union zur Union der Gleichstellung zu machen. EUD wird eine aktive Rolle spielen, indem sie die Gehörlosenperspektive in alle Initiativen auf EU-Ebene einbeziehen und diese unterstützen, die Mechanismen, Politiken und Aktionen einführen, die strukturelle Diskriminierung und die Stereotypen, die oft in Gesellschaften vorhanden sind, in Frage stellen werden. Durch ihre Arbeit wird die EUD zur Union der Gleichberechtigung für alle Gehörlosen beitragen und wird nicht ruhen, bis alle in Gemeinschaften gleiche Rechte haben und Vielfalt genießen können.

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