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Wer einen Menschen im näheren Umfeld hat, der die Gebärdensprache spricht, und sich mit ihm oder ihr verständigen will, sucht womöglich nach einer Möglichkeit, die Gebärdensprache online zu erlernen. Die Grundvoraussetzungen dafür sind natürlich der Wille, diese Sprache zu erlernen und das Fingeralphabet zu studieren und es bedarf natürlich einer guten VPN-Verbindung, um eine stabile Internetleitung zu haben. In unserem Artikel finden Ratsuchende viele hilfreiche Tipps und Wissen rund um die Gebärdensprache und wie man diese erlernen kann, denn die Gebärdensprache sowie das Fingeralphabet ermöglicht stark schwerhörigen oder gehörlosen Menschen eine einfache Kommunikation mit ihren Mitmenschen. Wer hätte gedacht, dass die Gebärdensprache deutlich mehr beinhaltet, als die simple Zeichensprache, die wir alle noch aus unserer Schulzeit kennen? Bei der Kommunikation zwischen Menschen, die die Gebärdensprache sprechen, wird viel Wert auf Körperhaltung und Gesichtsausdruck gelegt. Deshalb bedarf es viel Zeit und Ausdauer, um die Gebärdensprache online richtig zu lernen. 

Die Gebärdensprache und das Fingeralphabet

Bei der Gebärdensprache kommen hauptsächlich die Hände zum Einsatz. Mimik und Körperhaltung beeinflussen die Bedeutung in hohem Ausmaß. Mit der Gebärdensprache kann man ein bestimmtes Wort oder sogar einen ganzen Satz zum Ausdruck bringen. Die gebräuchlichsten Begriffe sind mitunter „Ich liebe dich“ und „Komm her“ – die man mit einfachen Handzeichen zum Ausdruck bringen kann. Wenn man bedenkt, dass eine einfache Handbewegung schon eine Reihe von fast zehn Wörtern in einem Satz bedeutet. Andere Wörter wiederum müssen handverlesen und Wort für Wort signalisiert werden. 

Die Revolution der Gebärdensprache

Jede Sprache unterliegt Entwicklungen und so auch die Gebärdensprache. Sie bringt stetig neue Ausdrücke und Begriffe hervor und andere Begriffe werden dabei weniger geläufig. Es gibt auch Wörter, die keine Gebärde haben. Aus diesem Grunde existiert das Fingeralphabet, welches zu diesen Zwecken auch genutzt wird. Eigennamen oder sehr spezielle Termini werden damit erklärt. Wer eine lange Unterhaltung führen will, sollte sich der Gebärdensprache bedienen, da das Fingeralphabet für eine gestandene Konversation eher suboptimal ist. Der Hintergrund: Ein Gespräch, welches auf Buchstabieren basiert, wird als höchst unangenehm empfunden.

Online die Gebärdensprache erlernen

Leider kommt es immer wieder zu Verwechslungen zwischen dem Fingeralphabet und der Gebärdensprache. Das Fingeralphabet stellt dabei nur einen kleinen Bruchteil der gesamten Gebärdensprache dar und kann diese nicht ersetzen. Das Studium der Gebärdensprache ist äußerst komplex und zeitintensiv und erfordert viel Ehrgeiz und Konsequenz, während man das Fingeralphabet relativ zügig erlernt hat. Jeder Buchstabe des Alphabets wird durch ein Fingerzeichen repräsentiert. Auf diese Weise ist es möglich, bestimmte Termini mit den Händen zu buchstabieren.

Man kann das Fingeralphabet ganz einfach interaktiv und online erlernen. Es gibt zahlreiche Lernplattformen und YouTube-Tutorials, die die einzelnen Fingersymbole erklären. So kann man sich das gewünschte Wissen von Zuhause aus aneignen und üben. 

Die Gebärdensprache auf dem Onlineweg zu erlernen, funktioniert nur, wenn man dies über Zoom mit einem Coach in einer Gruppe oder als Einzelschulung einstudiert. Hierbei sind Bilder oder Textbeschreibungen unsinnig, da dabei viele wichtige Details gar nicht zur Geltung kommen können. Natürlich kann man online auch anhand von Lernvideos die Gebärdensprache einstudieren.

Am effizientesten ist es jedoch, von Gehörlosen oder Coaches, die über eine Ausbildung der Gebärdensprache verfügen, diese Sprache zu erlernen. Es gibt viele Schulen, Online-Plattformen und Institutionen, die verschiedene Kurse zum Erlernen der Gebärdensprache anbieten. 

Gebärdensprache online lernen – in internationalen Sprachen

Wer hätte es gedacht, dass es auf der ganzen Welt an die 200 verschiedenen Gebärdensprachen gibt? Es gibt beispielsweise „Auslan“, die Australische Gebärdensprache, um nur eine der vielen Typen zu nennen. Einige der Gebärdensprachen haben untereinander eine hohe Ähnlichkeit. Wer beispielsweise die British Sign Language lernt, versteht auch die Neuseeländische Gebärdensprache. So verhält es sich auch zwischen Österreich und Deutschland. Dies ist vor allem auch auf die Mimik zurückzuführen, die in der Gebärdensprache einen hohen Stellenwert besitzt. Wer also gerne in einer Fremdsprache die Gebärdensprache erlernen möchte, hat die Möglichkeit, sich proaktiv weiterzubilden.

USA: American Sign Language

An der Gallaudet Universität hat man die Möglichkeit, einen Grundkurs in amerikanischer Gebärdensprache zu belegen. Per Video erlernt man den Grundwortschatz für Zahlen, Tiere, Sport und Verkehrsmittel. 

Großbritannien: British Sign Language

für den gesamten Kurs benötigt man in etwa 60 Stunden, um die rund 20 Module und die drei Prüfungen zu absolvieren. 

Schweiz: Deutschschweizerische Gebärdensprache

Nach der Registrierung verfügt der Student über ein persönliches Dashboard, also einen virtuellen Schreibtisch. Im Anfängerstadium gilt es, 26 Module durchzuarbeiten. Es stehen rund 6 Themenbereiche zur Verfügung.

Neuseeland: New Zealand Sign Language 

Dem Studenten stehen rund 9 verschiedene Themenbereiche zur Verfügung. Im Zuge des Studiums treffen auf den Studenten Themen wie:

  • Begrüßung
  • Familie
  • Arbeit
  • u.v.m.

Das Studium ist sehr abwechslungsreich und interaktiv gestaltet. Darunter befinden sich auch kleine Spiele und Prüfungen. Anhand eines Videos muss beispielsweise aus einem Drop Down Menü ausgewählt werden, welcher Satz oder welche Aussage zutreffend ist. Zu Beginn des Studiums erfährt man jeweils, wie viel Zeit ein Themenbereich in etwa in Anspruch nehmen wird.

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Bildquelletwenty20photos / envato elements

1 Kommentar

  1. Man kann nach meiner persönlichen Erfahrung DGS sehr gut online lernen. Nur in Deutschland kostet das Geld und die Zahl der Anbieter reduziert sich zur Zeit mehr oder weniger auf ein Monopol, was von der Konkurrenz, die ja auch Vorteile hat, natürlich nicht gerne gesehen wird. Video Kurse machen es sehr einfach Gebärden zu wiederholen, das lästige aufschreiben von Gebärden, die man nicht aufschreiben kann entfällt und man kann Rezeption, Vokablen und Produktion üben wann, wo und so lange man möchte und hat trotzdem die Möglichkeit Produktion zur Korrektur einzureichen. So schleichen wenig Fehler ein und man behält viel mehr in kürzerer Zeit.

    Die andere Seite der Medallie sind Online- oder Präsenzkurse.

    Und mit einem guten zusätzlichen Online-Kurs oder Einzelstunden geht es noch viel besser, wenn in den Kursen gezeigt wird, worauf es ankommt! Damit habe ich genauso gute Erfahrungen gemacht.

    Diese Dinge ergänzen sich eben. Ich würde auf keins von beidem verzichten wollen.

    Letztlich muss das jeder selber entscheiden und es ist auch eine Frage des Geldes. Ich denke es hilft nur ausprobieren und ein Blick auf die eigene Kasse.

    Da die Absprungrate bei Kursen am Anfang extrem hoch ist, würde ich am Anfang auch nicht zu Viel Zeit verschwenden (jedoch später genau hinsehen, bevor man betriebsblind ist), aber das ist kein DGS Problem, sondern gilt genauso in Sport- und anderen Kursen.

    Was in keiner Sprache funktioniert, ist einfach mit dem Wörterbuch oder den seltenen CD’s /DVDs zu lernen, das geht wirklich nicht! Und in DGS geht das nun einmal überhaupt nicht. Bilder funktionieren bei DGS natürlich noch viel weniger.

    Das Fingeralphabet kann man ganz einfach lernen, aber es zu verstehen, dafür gibt es m.E. keine Trainingsmöglichkeit. Es gibt nur eine einzige gute Internetseite mit hintereinandergeschalteten Zeichnungen, die aber leider nicht auf die vorwiegende Verwendungsweise (Fachworte, fehlende Gebärden, Orte etc.) priorisiert ist.
    Wer mit einem Partner übt, ist klar im Vorteil und hat vielleicht sogar einen neuen Interessenten für DGS gewonnen.

    Nur meine Kurserfahrung und Kenntnisstand!

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