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Internetfähige Geräte wie Tablets, Smartphones, PCs usw. sind inzwischen zu einer festen Größe in unserem Alltag geworden. Dies gilt auch für gehörlose oder schwerhörige Menschen. Für gehörlose und schwerhörige Menschen kann die Verwendung von smarten Geräten Fluch und Segen zugleich sein. Zum einen können sie ein wichtiges Hilfsmittel sein, zum anderen sind sie aber häufig nicht darauf ausgerichtet, dass der Nutzer nicht so gut oder gar nicht hören kann. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass weltweit etwa 466 Millionen Menschen an einer Schädigung des Gehörs leiden.

Schauen wir uns also im Folgenden fünf Apps an, die für schwerhörige Menschen nützlich sein können.

Google Live Transcribe

Live Transcribe ist eine ASR-Technologielösung von Google, die die Transkription von Sprache in Text in Echtzeit ermöglicht. Die Anwendung verwendet das Mikrofon des Smartphones, um die Sprache aufzunehmen, die dann als Text auf dem Bildschirm erscheint. Solche Anwendungen sind eine nützliche Lösung für gehörlose oder schwerhörige Menschen, insbesondere, wenn sie an Veranstaltungen wie Vorträgen, Konferenzen und dergleichen teilnehmen.

Darüber hinaus ist Live Transcribe mit über 70 verschiedenen Sprachen kompatibel. Auf diese Weise werden beim Surfen im Internet die im Browser abgespielten Audioaufnahmen in Echtzeit übersetzt. Die Anwendung kann für viele verschiedene Browser installiert werden.

Beim Surfen im Internet sollte zudem immer auf die Sicherheit des Geräts geachtet werden, ganz gleich, ob Sie nach nützlichen Tools und Programmen suchen oder nur gelegentlich surfen. Mit einer guten Antiviren-Software und einem VPN können Sie die Sicherheit deutlich erhöhen. Für Chrome gibt es zum Beispiel einige gute Dienste.

TapSOS

TapSOS war unmittelbar nach der Einführung bereits ein großer Erfolg. Keine Überraschung also, dass die App auch bereits einige Auszeichnungen gewinnen konnte.  Die App hilft gehörlosen und schwerhörigen Menschen dabei, so schnell wie möglich mit den Notdiensten in Kontakt zu treten, ohne hören oder sprechen zu müssen. TapSOS ist ein visuelles System, das durch Antippen verschiedener, auf die Bedürfnisse des Benutzers abgestimmter Optionen bedient werden kann.

Im Falle eines Notfalls werden die Daten an die Rettungsdienste weitergeleitet, einschließlich der GPS-Koordinaten des Echtzeit-Standorts des Nutzers. Bislang ist die App jedoch nur für Großbritannien erhältlich. Es ist unklar, ob und wann sie auch nach Deutschland kommen wird. Eine deutschsprachige Alternative will die Notruf-App „Nora“ aus NRW sein. Kritisiert wird hier jedoch die fehlende Gebärdensprache.

Subtitle Viewer

Wie Live Transcribe nutzt auch Subtitle Viewer das Mikrofon im Smartphone, um Untertitel in vielen verschiedenen Sprachen in Echtzeit zu erstellen. Die transkribierte Sprache wird dann auf dem Smartphone in hervorgehobenen Textpassagen angezeigt.

Die App kann mit Fernsehgeräten zu Hause oder mit Filmen im Kino synchronisiert werden, so dass auch schwerhörige Menschen den Film wie alle anderen genießen können.

Chatable

Chatable nutzt die Rechenleistung von Smartphones, um Ton zu verarbeiten, Sprache zu verbessern und Hintergrundgeräusche durch künstliche Intelligenz zu reduzieren. Die App wurde entwickelt, um schwerhörigen Menschen in ungünstigen Hörsituationen zu helfen.

Signly

Signly wurde entwickelt, um Menschen mit Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit oder Hörverlust zu helfen, visuelle und schriftliche Informationen besser zu verstehen. Die App wurde bereits ausgiebig und mit großem Erfolg getestet, erstmals wurde sie im Roald-Dahl-Museum in Großbritannien eingesetzt. Besucher, die sich in der Nähe aufhielten, wurden angewiesen, ihre Handys auf die Exponate zu richten. Dann erhielten sie Videos auf ihr Smartphone, die Beschreibungen der einzelnen Ausstellungen in Gebärdensprache zeigten.

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BildquelleLoboStudioHamburg / Pixabay

3 Kommentare

  1. Liebes Team,
    ich bin Ärztin und Informatikerin in Berlin. Gemeinsam mit jungen Technikerinne und Informatikerinnen informieren wir gehörlose Menschen über technisch informatische Innovationen für gehörlose Menschen. Hierzu haben wir ein Ear-Lab in Berlin eröffnet (Breitestr. 31, Berlin Spandau). Hier können Eltern mit den Kindern informatische Neuheiten in real-time ausprobieren. Könnten Sie über unsere Existenz berichten?
    Liebe innovative Grüße aus Berlin

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