Mehr als 200.000 Menschen sind in den Jahren 1938 bis 1945 aus Deutschland verschleppt und im deutschbesetzten Osteuropa ermordet worden. Wenige Menschen haben überlebt. Zentral für das Mordgeschehen waren die zahllosen Deportationstransporte. Diese Deportationen sind oftmals fotografiert worden. #LastSeen. Bilder der NS-Deportationen sichert, sammelt, erforscht und veröffentlicht Fotos von Deportationen der Jüdinnen und Juden, Sinti*zze und Rom*nja, sowie von Opfern der NS-„Euthanasie“ in einem digitalen Atlas und stellt sie niedrigschwellig und ethisch sensibel für die Forschung, Bildungs- und Gedenkarbeit zur Verfügung. Mittlerweile sind Fotografien aus mehr als 70 deutschen Orten bekannt.
Die Wanderausstellung Festgehalten führt kompakt in die Geschichte der Deportationen und der Deportationsfotografien ein und hebt die besondere Rolle der Zuschauenden vor. Die Auseinandersetzung mit ihnen ist wichtig für die deutsche Erinnerungskultur und wirft auch für uns heute Fragen nach persönlicher Verantwortung und individuellen Handlungsmacht auf. Für die erste Station der Ausstellung in München wurde ein lokaler Einstieg in den Bildatlas von #LastSeen umgesetzt, der die Verbindung der Geschehnisse mit konkreten Orten ermöglicht.
Ausstellungseröffnung
Montag, 19. Januar, im Foyer des Bayerischen Rundfunks (Eingang: Arnulfstraße 42)
Einlass: ab 16.30 Uhr
Beginn: 17.00 Uhr
Im Anschluss an die Eröffnung laden wir Sie zu einem Empfang und einer Kurator*innen-Führung durch die Ausstellung ein. Für den musikalischen Rahmen sorgt ein Streicherensemble des Münchner Rundfunkorchesters.
Alle Reden sowie die Kurator*innen-Führung werden in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Der Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei. Bitte nutzen Sie den linken Eingang und melden sich per Klingel beim Empfangspersonal.
Eintritt: frei, Anmeldung erforderlich
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