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Nach einem schmerzhaften und sehr kurzen Kampf gegen den Lungenkrebs verstarb der taube Tennisspieler Hans Tödter vom GSV Neuwied vor einer Woche am Dienstag, 5. Februar 2019 im Alter von nur 36 Jahren. Er hinterlässt seine Ehefrau Nathalie und zwei Kinder.

Urs Breitenberger (vorne) und Hans Tödter (Foto: DGS)

Er gewann vor wenigen Monaten gemeinsam mit seinem Teamkollegen Urs Breitenberger und der Gehörlosen-Tennis-Nationalmannschaft in der Türkei die WM-Titel im Doppel und in der Mannschaftswertung. Beide wurden bei der rheinland-pfälzischen Landessportlerwahl im SWR Fernsehen als „Sportler des Jahres 2018“ in der Kategorie „Mannschaft“ ausgezeichnet. Ende 2018 hatte Tödter die Sportplakette des Landes Rheinland-Pfalz aus den Händen der Ministerpräsidentin Malu Dreyer erhalten, hinzu kam die Wahl zur besten Mannschaft des Jahres bei der Sports-Trophy 2018 des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes.

Hans Tödter erlernte den Beruf des Malers und arbeitete im städtischen Bauhof der Stadt Knittlingen. Er begeisterte sich von Jugend an für den Tennissport. Er wurde Mitglied des TV Mühlacker, wo sein Talent bald entdeckt wurde, sodass er in den Kader der Nationalmannschaft aufgenommen wurde. Bei den Deaflympics 2013 in Sofia gewann er mit seinem Partner Urs Breitenberger im Herrendoppel gegen die favorisierten Franzosen und amtierenden Europameister Mikael Laurant und Vincent Novelli in drei Sätzen 7:6 (8:6), 6:4, 6:4 die Goldmedaille. Daraufhin wurden er und Breitenberger 2013 von Bundespräsident Gauck mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Auch an den Deaflympics 2017 in Samsun in der Türkei nahm Hans Tödter wieder mit seinem Doppelpartner Breitenberger teil. Erst im Endspiel unterlagen er und Breitenberger ihren Gegnern und erreichten die Silbermedaille.

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