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Das Sächsische Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) hat im Fernsehbeitrag von MDR Sachsenspiegel am 21. August 2019 um 19 Uhr zugegeben, dass keine Lehrkraft in der Johann-Friedrich-Jencke-Schule in Dresden die Deutsche Gebärdensprache ausreichend beherrscht. In der Schule speziell für Hörgeschädigte. Der Filmbeitrag ist nur bis zum 28. August 2019 um 20:27 Uhr online verfügbar.

Das Sozialamt hat bisher aber keinen Dolmetscheinsatz als Eingliederungshilfe bewilligt. Mehrere Familien haben Anträge gestellt. Die Anträge und Widersprüche laufen in Dresden, Freital und Bautzen.

Petra Nikolov vom Schulamt: „Wir haben nicht diese Notwendigkeit so deutlich erkannt, dass doch die Kinder eine Lehrkraft benötigen mit DGS-Kompetenz. Wir haben an der Schule derzeit keine Lehrkräfte, die eine Kompetenz haben in der DGS“.

Im vierten Jahr kämpft der alleinerziehende Vater Rene Mittländer mit elf betroffenen Eltern in einer Bürgerinitiative um die „barrierefreie“ Beschulung. Rene Mittländer schlägt dem Amt vor, den Lehrkräften Gebärdensprachdolmetscher*innen an die Seite zu stellen.

Mittländer: „Leider ist unser Antrag auf Dolmetscheinsätze zweimal abgelehnt worden und auch die Schulleitung will nicht mit uns zusammenarbeiten.“

Dalia Maksvytyte vom Stadtverband der Gehörlosen Dresden e.V.: „Es geht um die Kinder, es geht um die Rechte der Kinder. Es geht nicht um den Lehrer und nicht um den Ruf der Schule. Die Kinder bekommen dort kein Recht, die bekommen dort keine Bildung. Bildung für Gehörlose ist nur in Gebärdensprache möglich. Alles andere geht an ihnen vorbei.“

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