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„Wo menschliche Vielfalt und ein so selbstverständlicher Umgang miteinander in Respekt vor unserer Verschiedenheit gelebt werden wie heute hier, entsteht in der Regel etwas Gutes.“ Mit diesen Worten begrüßte der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose, am 24. Oktober 2019 die Teilnehmer*innen am Tag der Menschen mit Behinderungen im Hessischen Landtag. Der Tag der Menschen mit Behinderungen ist eine von vielen Veranstaltungen und Initiativen, mit denen die Hessische Landesregierung bestehende Barrieren abbaut und eine inklusive Gesellschaft für alle fördert. Klose erinnert daran, dass ca. zehn Prozent der hessischen Bürger*innen eine Behinderung haben.

Maßnahmen und Modelle

Der Tag der Menschen mit Behinderungen findet zum neunten Mal im Landtag statt und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Zehn Jahre UN-Behindertenrechtskonvention – eine Bilanz“. „Die Umsetzung der UN-BRK ist eine wichtige Aufgabe, der wir uns gerne stellen. Denn wir alle profitieren von einer inklusiven und vielfältigen Gesellschaft“, betont der Minister. Er weist auch darauf hin, dass die Landesregierung die Ratifizierung und später auch die Umsetzung der UN-BRK von Beginn an unterstützt habe. So wurde 2011 eigens eine Stabsstelle gegründet, um den Umsetzungsprozess zu koordinieren. Bereits 2012 wurde der Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK in Hessen veröffentlicht: Ein umfassendes Maßnahmenpaket mit dem Ziel, inklusive Strukturen in allen gesellschaftlichen Bereichen umzusetzen.

Klose: „Dieser Aktionsplan wurde später fortgeschrieben und zahlreiche Vorhaben konnten nicht nur realisiert, sondern auch verstetigt werden.“ Als Erfolgsmodell erwiesen sich die Hessischen Modellregionen Inklusion: „Aufbauend auf den sechs 2013 gegründeten Modellregionen ist ein Erfolgsmodell geworden. Mittlerweile sind oder waren zwanzig hessische Landkreise oder kreisfreie Städte Modellregionen Inklusion, erproben den Abbau von Barrieren und verankern inklusive Strukturen vor Ort“, unterstreicht Klose. Die Landesregierung hat hierfür bisher mehr als zwei Millionen Euro bereitgestellt, die den Betroffenen vor Ort unmittelbar helfen und so die Vision der UN-BRK mit Leben füllen.

„Wir arbeiten intensiv daran, unsere Gesellschaft für Sie und mit Ihnen jeden Tag ein Stück inklusiver zu machen. Für mich ist dabei grundlegend, möglichst niemanden auf der Strecke zu lassen“, versichert der Minister und nennt die aktuelle Studie zur Situation taubblinder Menschen in Hessen und die Arbeit an einem ersten Entwurf für ein Hessisches Gehörlosengeld als Beispiele. „Wir versuchen möglichst viele Menschen zu erreichen und die Bedarfe der Betroffenen möglichst genau zu ermitteln, damit wir ihnen angemessene Unterstützungsleistungen anbieten können.“

Hessische Landesbeauftragte

Außerdem würdigt Minister Klose Maren Müller-Erichsen, die sich viele Jahrzehnte für Menschen mit Behinderungen und ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen eingesetzt hat. Seit 2012 wirkte sie als hessische Landesbeauftragte für behinderte Menschen, dieser neunte Hessische Tag der Menschen mit Behinderung wird ihr letzter im Amt sein: „Sie haben viel bewegt, Sie waren stets sowohl kritische als auch verlässliche Ansprechpartnerin innerhalb und außerhalb der Hessischen Landesregierung und nicht zuletzt waren Sie für das Hessische Ministerium für Soziales und Integration immer eine wichtige Verbündete auf dem Weg zum Ziel des ‚gemeinsam selbstbestimmten Lebens‘“, würdigt Klose das Lebenswerk von Frau Müller-Erichsen.

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