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Der Sozialverband VdK Deutschland e. V. ist mit 2 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands und vertritt sozialpolitische Interessen. Zu Themen des Sozialverbands gehört auch Teilhabe.

Der Sozialverband fordert mit einer Pressemitteilung die schnelle Umsetzung der schulischen Inklusion. Mit der Inklusion geht es in deutschen Schulen bisher langsam voran. Das zeigt eine am 25. Juni 2020 veröffentlichte Studie „Inklusive Bildung zwischen Licht und Schatten“ der Bertelsmann Stiftung.

Mit dem Beitritt zur UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung hat sich Deutschland 2009 verpflichtet, kein Kind vom Besuch allgemeinbildender Schulen auszuschließen.

Sozialverband VdK: Noch immer bleibt zu vielen Kindern die Möglichkeit verwehrt, eine Regelschule anstelle der Förderschule zu besuchen. Sie werden entgegen den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention vom gemeinsamen Lernen ausgeschlossen.

Verena Bentele, VdK-Präsidentin (Foto: Steven Rösler)

VdK-Präsidentin Verena Bentele sagt dazu: „In Deutschland haben Kinder mit Behinderung seit 2009 einen Rechtsanspruch auf inklusive Schulbildung. Aber noch immer können Regelschulen sich weigern, Kinder mit Förderbedarf aufzunehmen. Die Politik hält mit Verweis auf das Elternwahlrecht am Förderschulsystem fest. Aber welche Wahl haben die Eltern, wenn die Ausstattung einer Regelschule für ihr behindertes Kind nicht passt? Die Bundesländer müssen endlich verpflichtet werden, in den Regelschulen die Voraussetzungen für gemeinsames Lernen zu schaffen. Kinder, egal ob mit oder ohne Behinderung, müssen miteinander lernen können. Von der Bundesregierung braucht es eine verbindliche Gesamtstrategie zur inklusiven Bildung. Jedes Kind hat das Recht, sein persönliches Potenzial voll ausschöpfen zu können. Für Kinder mit Behinderung müssen wir endlich alle Voraussetzungen dafür schaffen.“

Der VdK fordert im Einzelnen:

  • Entwicklung einer verbindlichen Gesamtstrategie der Bundesregierung zur inklusiven Bildung
  • Einführung eines Bundesrahmengesetz für inklusive Bildung, welches den Bundesländern Eckpunkte für eine angemessene Schulentwicklung vorgibt
  • Schaffung der Voraussetzungen an Regelschulen, damit Kinder mit Behinderung gleichberechtigt am Unterricht teilnehmen können
  • Gewährung von Nachteilsausgleichen für Kinder mit Behinderung bei der Erbringung und Bewertung ihrer Schulleistungen
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