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In Internet ist neuerdings immer wieder einmal die Rede von Deaf-Awareness-Schmuck. Wie so oft hat dieser Trend seinen Ursprung in den USA. Der Umgang mit Minderheiten ist jenseits des Atlantiks ein alltägliches Thema. Das Bewusstsein für die Belange der Gehörlosen ist aber auch dort eher schwach ausgeprägt. Das soll Deaf-Awareness-Schmuck ändern. Was genau es damit auf sich hat und wie man diese Idee auch hierzulande aufgreifen kann, erklärt dieser Artikel.

Was ist Deaf Awareness?

Der englische Begriff „Deaf Awareness“ bedeutet auf Deutsch „Bewusstsein für Gehörlose“ oder „Bewusstsein für Gehörlosigkeit“. Es geht also darum, die Aufmerksamkeit auf das Thema Gehörlosigkeit zu lenken und ein Bewusstsein für den Umgang damit im öffentlichen Leben zu wecken. Schon seit Längerem gibt es gemeinnützige Organisationen von Hörgeschädigten, die sich für Themen wie die Anerkennung der Gebärdensprache einsetzen. Und viele Gehörlose versuchen in ihrem Umfeld, das Wissen über die Lebenswelt von Hörbehinderten zu verbessern. Auch das lässt sich im weiteren Sinne als Deaf Awareness beschreiben.

Was hat Schmuck mit Deaf Awareness zu tun?

Schmuck ist eine gute Möglichkeit, um über dieses Thema ins Gespräch zu kommen. Ein auffälliges Motiv oder ein Schriftzug führen zu interessierten Fragen und dienen so als Einstieg. Zudem geben sie Hörbehinderten das Gefühl, dass sie sich nicht verstecken müssen. Aber auch Hörende können Deaf-Awareness-Schmuck tragen, um Solidarität zu bekunden und das Bewusstsein für Hörprobleme zu verbreiten. Die Inspiration für diesen besonderen Schmuck kam vermutlich von den sogenannten Awareness-Armbändern. Das sind Gelarmbänder, mit denen Aufmerksamkeit für verschiedene Krankheiten und Behinderungen geweckt werden sollen. Die Variante mit Schmuck ist nicht nur ungleich eleganter, sondern trägt auch zur Abgrenzung bei.

Ideen für Deaf-Awareness-Schmuck

Im Internet gibt es einige kleine Kollektionen mit Deaf-Awareness-Schmuck. Mit der richtigen Gravur oder dem richtigen Anhänger kann aber im Grunde genommen jedes Schmuckstück zur Deaf Awareness beitragen. Damit er seine Wirkung entfalten kann, muss der Schmuck auch im Alltag gut sichtbar sein. Ein schlichtes Silber Armband kostet nicht viel und lässt sich mit einer Gravur ganz individuell gestalten. Ein beliebtes Motiv sind Handgesten, die sich auch als Anhänger für eine Kette gut eignen. Aber auch Ohrschmuck eignet sich gut, um die Aufmerksamkeit auf das Thema Hören zu lenken. Im Grunde genommen kann sich jeder selbst einen Text für die Gravur ausdenken oder beim Juwelier seines Vertrauens einen besonderen Anhänger in Auftrag geben. Hauptsache, das Motiv sorgt für Gesprächsstoff.

Bewusstsein für Hörbehinderte

Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland rund 80.000 Gehörlose. Zudem sind mehr als 200.000 Menschen stark schwerhörig. Das ist beinahe ein halbes Prozent der gesamten Bevölkerung. Trotzdem haben viele Menschen kein Bewusstsein für die Barrieren, auf die Hörbehinderte im Alltag treffen. Das zeigt sich aktuell bei der Corona-Pandemie, wo Mund-Nasen-Masken die Kommunikation für Gehörlose erheblich erschweren. Und auch im Straßenverkehr, bei der Mediennutzung oder beim Kulturangebot werden die Anforderungen von Gehörlosen und Schwerhörigen nicht immer ausreichend berücksichtigt. Natürlich kann Deaf-Awareness-Schmuck das Engagement von Interessenverbänden nicht ersetzen. Er kann aber mit Sicherheit dazu beitragen, eine veränderte Wahrnehmung im kleinen Umfeld zu schaffen, und damit vielleicht auch zu einem selbstbewussteren Lebensgefühl beitragen. Damit wäre schon etwas gewonnen.

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