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Am Samstag, 13. August 2022, gab es im Weserstadion eine Premiere und zwar in Form einer Neuerung, die sofort ins Auge sticht. Die Spieler des SV Werder Bremen werden bei ihrer Namensnennung erstmalig auch in der Deutschen Gebärdensprache von den Video-Leinwänden begrüßt. Dies war für Stürmer Niclas Füllkrug besonders auffallend, da sich die Spieler sonst meist noch in der Kabine befunden hatten, während die Aufstellung verlesen und mitgebrüllt wurde. Insgesamt hatte das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (2:2) eine begeisternde Atmosphäre, die auch durch die neue Idee der Grüße in der Gebärdensprache entstand.

Die Premiere der Aktion liegt bereits ein paar Wochen zurück, beim „Tach der Fans“ vor dem Saisonstart flimmerten Spieler und Trainerstab erstmals mit ergänzenden Gebärden über die Bildschirme. Werder will damit nach eigenen Angaben „ein sichtbares Zeichen für einen barriereärmeren und inklusiveren Stadionbesuch“ setzen. Durch diese Geste soll allen gezeigt werden, dass im Weserstadion jeder willkommen ist – unabhängig von Behinderungen.

Damit alle auch mit Hörbehinderung das Fußballvergnügen in vollen Zügen genießen können, hat der Verein „Deaf Werder-Fanclub“ eigene Gebärden für die Spieler entwickelt. Diese sind eindeutig und charakteristisch für jeden Einzelnen. Die Idee dazu entstand in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern der Schule an der Marcusallee. Jedes Jahr im Juli findet der sogenannte Media Day statt, wo die kleinen Video-Sequenzen aufgezeichnet werden. Eine Schülerin aus der Einrichtung erklärte dem jeweiligen Protagonisten stellvertretend, wie sie ihre Gebärdennamen richtig vor der Kamera ausführen müssen.

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