Alice Salomon Hochschule Berlin, Audimax, immer 18.00 – 20.00 Uhr (z.T. 18.15 – 20.00).
Mehr zu den einzelnen Veranstaltungen Informationen unter:
https://www.ash-berlin.eu/hochschule/organisation/referat-hochschulkommunikation/ringvorlesung-inklusion-unter-druck/
Alle Veranstaltungen der Ringvorlesung werden in Deutscher Gebärdensprache (DGS) gedolmetscht. Plakat Ringvorlesung Inklusion unter Druck_ASH_2026
In vielen Ländern wird gerade die Uhr zurückgedreht, wenn es um die Rechte marginalisierter Menschen geht – darunter auch die von behinderten und chronisch kranken Menschen. Dabei geht es um keine kleine Minderheit: Fast acht Millionen Menschen, und damit rund zehn Prozent der deutschen Bevölkerung, haben eine Schwerbehinderung. Dennoch stellen rechte und konservative Kräfte menschenrechtlich verankerte Teilhabe infrage.
Sozialleistungen und das selbstbestimmte Leben behinderter Menschen werden zu einem „Luxus“ erklärt, den „wir“ uns in Zeiten gesellschaftlicher Krisen nicht mehr leisten können. Zugleich wird Inklusion zunehmend umgedeutet zu einem Schlagwort für „Förderung in Sonderinstitutionen“. Werkstätten und Förderschulen werden weiter ausgebaut. Die transformierende Kraft der Inklusion als Impulsgeber für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Solidarität gerät dabei aus dem Blick. Dabei wäre gerade jene Gesellschaft besonders krisenfest und resilient, die sich an Zielen der Inklusion wie Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und individueller Unterstützung für alle Mitglieder ausrichtet.
Für die SAGE-Disziplinen – Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege sowie Erziehung und Bildung – ist Inklusion genau deshalb besonders bedeutsam, und doch wird sie noch zu wenig thematisiert. Was können, was müssen die SAGE-Disziplinen von den Themen Behinderung, der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung und von den Disability Studies lernen? Welches Wissen brauchen Vertreter_innen der SAGE-Disziplinen, um im Feld der Inklusion zu agieren? Und was können sie konkret tun, um dem aktuellen Sozialabbau und rechtspopulistischen, „ableistischen“ Idealen einer homogenen, immer leistungsstarken und „ressourcensparenden“ Bevölkerung entgegentreten zu können? Die Ringvorlesung ist eine Einladung zur kritischen Auseinandersetzung und zum gemeinsamen Nachdenken. Sie richtet sich an Studierende und Lehrende, ebenso wie an Fachkräfte, Aktive und andere Interessierte.
Die Ringvorlesung wird von der Professur Disability Studies an der ASH Berlin und der Professur Kulturen des Wissens an der HU Berlin, in Kooperation mit dem Berliner Netzwerk Disability Studies veranstaltet und findet im Rahmen der „Transferale“ statt. Die „Transferale“ ist Teil des Projekts „Campus Transferale“, das innerhalb des Programms „Innovative Hochschule“ vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie vom Land Berlin gefördert wird.











