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Gute Besserung! - Offener Brief zum Thema CI-Zwang

Bundeselternverband

"Mit Respekt auf die Autonomie des Kindes und sein Recht, später selbst zu entscheiden, ob es in der Welt der Hörenden oder der Deaf Community oder in beiden leben möchte, empfehlen wir – wie inzwischen auch der Bundeselternverband gehörloser Kinder e. V.  –, gehörlose Kinder sowohl mit einem CI zu versorgen, als auch Gebärdensprache erlernen zu lassen."

Über diese vermeintliche Empfehlung des Bundeselternverbands, "zitiert" im Artikel "Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein Cochleaimplantat?" von Müller und Zaracko, hatten wir uns schon in unserem ersten Hinweis (s.u.) gewundert. Natürlich hat der Verband diese Empfehlung NIE ausgesprochen. In einem Offenen Brief wird das jetzt klargestellt. Natürlich besteht der Elternverband auf der Entscheidungsfreiheit der Eltern und wehrt sich vehement gegen den von Müller/Zaracko propagierten Zwang zum CI: "Das Letzte, was wir als Eltern benötigen, ist ehrlich gesagt ein Artikel wie der Ihrige, der Angst macht, unter Druck setzt und evtl. eine Entscheidung treffen lässt, die eigentlich so nicht gewollt ist." Es wird die UN-Konvention zitiert: "... die Achtung vor der Unterschiedlichkeit von Menschen mit Behinderungen und die Akzeptanz dieser Menschen als Teil der menschlichen Vielfalt und der Menschheit. Von dieser Achtung und Akzeptanz haben wir in Ihrem Artikel nichts gespürt. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen gute Besserung." - Diesen guten Wünschen können wir uns nur anschließen.

Auch GIBZEIT hat eine Stellungnahme veröffentlicht und kommt zu dem Schluss:

Unserer Meinung nach dürfen weder gehörlose noch hörende Eltern in diesen sensiblen Fragen zu etwas gezwungen werden. Sie brauchen einfühlsame Beratung, konkrete Hilfsangebote und Ermutigung. Ganz gleich ob sie sich für die Implantation ihres Kindes entscheiden, oder ob sie keine Implantation für ihr Kind wünschen, sie sollten in jedem Fall die Unterstützung bekommen, die sie benötigen, und vor allem Respekt. Ein Ruf nach Zwang zur Implantation wie von Müller und Zaracko erhoben wird von uns entschieden zurück gewiesen.

(siehe auch die Stellungnahmen von Prof. Dr. Jens Heßmann und Dr. Michael Zichy)

Auch der DGB hat eine Stellungnahme veröffentlicht (s.u.).

Sören Gericke, Student des Diplomstudiengangs Erziehungswissenschaft am Institut für Pädagogik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, hat eine Erziehungswissenschaftliche Stellungnahme geschrieben. (s.u.)

Schon bemerkenswert, welche Flut von Stellungnahmen der Aufsatz von Müller und Zaracko ausgelöst hat - und bis jetzt keine einzige positive!

Arno Vogel schreibt in seinem Kommentar (s.u.):

"Als Therapeutischer Leiter des Cochlear Implant Centrums Schleswig-Kiel konstatiere ich, dass die im Artikel von Müller / Zaracko geäußerten Gedanken die erfolgreiche Entwicklung bis in die Anfänge zurück wirft, wenn ihnen nicht vehement und eindeutig
widersprochen wird! Die Ausführungen zerstören Vertrauen, spalten und erreichen, was wir gerade weitgehend abbauen konnten: die Abwendung Gehörloser vom Cochlea Implantat!
"

Sogar die DCIG distanziert sich von Müller und Zarackos Aufsatz in einem Offenen Brief.

Mobile Hörverstärker für Gäste des Nationalparks Eifel

mobiler Hörverstärker

Im Nationalpark Eifel können schwerhörige Gäste ab sofort im Vorfeld von Führungen und Umweltbildungsprogrammen mobile Hörverstärker buchen. Diese ermöglichen eine klare Übertragung von Erklärungen auf Hörgeräte ohne störende Hintergrundgeräusche. Die Hörverstärker werden vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW zur Verfügung gestellt und können kostenlos beim Nationalparkforstamt Eifel gebucht werden. Gäste erhalten dann zu Beginn der Führungen von den Rangern oder Waldführern Empfänger mit induktiven Halsringschleifen oder Induktionsplättchen. Auch eigene Kopfhörer können angeschlossen werden. Das neue Angebot wurde mit Unterstützung des Deutschen Schwerhörigenbundes NRW entwickelt. Mit einer speziellen Fortbildung hat der Schwerhörigenbund zudem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalparkforstamtes auf Führungen mit schwerhörigen Teilnehmern und den Einsatz der Hörverstärker vorbereitet.

Mobile Hörverstärker für Gäste des Nationalparks Eifel

Führungen in Gebärdensprache
Neben den mobilen Hörverstärkern bietet die Nationalparkverwaltung mehrmals jährlich auch Führungen mit Gebärdensprach-Dolmetschung an. Diese Touren werden von den Nationalpark-Rangern in Zusammenarbeit mit dem Gehörlosenheim Euskirchen des Landschaftsverbandes Rheinland angeboten.

Sämtliche Informationen zum Buchungsablauf und den Führungen gibt es unter www.nationalpark-eifel.de oder beim Nationalparkforstamt Eifel (Tel. 02444.9510-0, Fax -85, info@nationalpark-eifel.de)

Bachelorarbeit über CODA-Kinder

Kati Beck

Kati Beck studiert zur Zeit Psychologie an der FU Berlin und schreibt ihre Bachelorarbeit über CODA-Kinder und ihre besondere Rolle "auf der Brücke" zwischen der hörenden Welt und der Gehörlosenwelt. Dazu braucht sie natürlich die Unterstützung durch CODA-Kinder und ihre Eltern. Sie möchte sich mit ihnen treffen, unterhalten (sie lernt seit einem Jahr DGS) und Fragebögen ausfüllen lassen. Familien mit gehörlosen Eltern und hörenden Kindern (die Kinder sollten 8-12 Jahre alt sein), die in Berlin oder Potsdam wohnen und Kati unterstützen wollen, sollten sich bei ihr melden: CODAstudie@yahoo.de

Gehörloser im BMW-Werk in China

David Herb mit chinesischem Kollegen

Am 4. Februar hat David Herb seine Ausbildung bei BMW in München abgeschlossen. Seit dem 1. März arbeitet David im BMW-Werk Shenyang in China. Das besondere: David ist gehörlos. Das hat ihn nicht daran gehindert, neue Herausforderungen zu suchen – und mit Hilfe seiner Jugend- und Auszubildendenvertretung die Geschäftsleitung davon zu überzeugen: “Ja. Ich kann das.”
Zwei Jahre bleibt David nun in China. Über seine Erfahrungen schreibt er in einem
Blog, unterstützt von der metallzeitung – der Mitgliederzeitschrift der IG Metall, die David in seinen ersten Wochen begleitet.

Die metallzeitung hat auch einen Bericht über David veröffentlicht:

Ist die Bibel Gottes Wort?

Bibel

Darüber referiert Heiko Wöhler beim zweiten Christlichen Treff für Gehörlose am 3. Juli im TAZ in Hamburg. - Die Antwort ist eigentlich klar, oder? Aber auch, wer sie schon kennt - oder anders beantwortet - wird Kaffee und Kuchen und das gemütliche  "Plaudern" mit den anderen deafies sicher genießen.

Kinderfreizeit der Wilden Löwenjugend

Löwenjugend

Vom 15.-20. August findet die 1. Kinderfreizeit der WLJ in Überlingen am Bodensee statt, für Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren. Anmeldeschluss ist der 30. Juni. Es gibt noch freie Plätze.

Die "Wilden Löwen" schreiben:

"Hallo Kinder, Langeweile in den Ferien? Wir von der Wildelöwenjugend machen eine Kinderfreizeit am Bodensee, mit Zeppelinfahren, Schifffahrt, Pfahlbauten, Affenberg, Hochseilgarten... Habt Ihr Lust mitzukommen? Dann meldet euch an unter wljugend@googlemail.com."

Gehörlose Juden und Antisemitismus in der Gehörlosengemeinschaft

Mark Zaurov

Heute (24. Juni, 18:00-20:00 Uhr) referiert Mark Zaurov über das Thema

„Gehörlose Juden und Antisemitismus in der Gehörlosengemeinschaft - sozio-historische Aspekte einer doppelten kulturellen Minderheit“.

Veranstaltungsort: TU Berlin, Zentrum für Antisemitismusforschung, Raum TEL 811 (8. Etage), Ernst-Reuter-Platz 7, 10587 Berlin

Veranstaltungen des Zentrums für Antisemitismusforschung

Sommerfest an der David-Hirsch-Schule in Aachen

Sommerfest Aachen

Das Sommerfest-Orga-Team der David-Hirsch-Schule in Aachen:

"Am Samstag, den 3. Juli findet das diesjährige Sommerfest statt. Dazu möchten wir Sie herzlich einladen. Es gibt viele Spiele und Aktionen (u.a. auch gemeinsam das Viertelfinale schauen), und für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt.

Wir freuen uns über viele Besucher auch von außerhalb!"

Stuttgart spielt gegen Karlsruhe um den Titel der Gehörlosen

Wanderpokal

Pforzheim ist am kommenden Samstag (26. Juni) Austragungsort der deutschen Gehörlosen-Fußballmeisterschaft. Um 15 Uhr stehen sich im Finale die Gehörlosenfußballer des GSG Stuttgart und GSV Karlsruhe gegenüber.

Vorgeschichte zum baden-württembergischen Duell zwischen der GSG Stuttgart und dem GSV Karlsruhe: Stuttgart holte bereits 5 x den Dt. Fußballmeister (1995, 1999, 2001, 2002 und 2006), der GSV Karlsruhe 7 x den Dt. Titel (1988, 1990 – 1994, 1998). Im deutschen Endspiel 1995 gab es ein baden-württembergisches Duell zwischen Stuttgart und Karlsruhe. Am Ende siegte Stuttgart 1:0 und wurde zum ersten Mal Deutscher Meister.

Der Weg ins Endspiel:
GSG Stuttgart gg. GSV Düsseldorf 2:0 (Viertelfinale) und HSC Schleswig 7:2 (Halbfinale)
GSV Karlsruhe gg. Berliner SC Comet 4:2 (Qualifikationsspiel), GTSV Essen 3:2 (Viertelfinale) und GSC Augsburg 2:1 (Halbfinale)

Die beiden Teams Stuttgart und Karlsruhe ermitteln den Nachfolger des GSV Düsseldorf, der im Vorjahresfinale mit 5:4 nach Elfmeterschießen die Oberhand gegen den GTSV Essen behielt.

Mehr unter www.dg-sv.de und www.vfr-pforzheim.de

Energiesparen für Deafies

Energiesparen fuer deafies

Die Energiepreise steigen weltweit immer weiter an. In den letzten 12 Jahren haben sich die Energiepreise praktisch verdoppelt. Wie kann ich trotzdem Energie sparen? Und vor allem wo kann ich sparen? Dafür gibt es Energieberater! Doch für Hörgeschädigte? Der hörgeschädigte Berater Timo Schaub, von Beruf Entwicklungstechniker (Elektrotechnik), hat sich zum Energieberater weitergebildet und bietet jetzt einen Service für Hörgeschädigte in Sachen Energieberatung an. Der Service wird über Webcam (oovoo, msn, ichat), E-Mail, Fax usw. angeboten. Die Beratung erfolgt unabhängig und neutral. Es sind auch Hausbesuche und vieles mehr möglich.

Die noch nicht zu Ende geführte Testphase ergab eine durchschnittliche Ersparnis pro Kunden von 214 €. Die höchste Ersparnis eines Kunden lag bei 462 €. Die niedrigste Ersparnis eines Kunden lag bei 76 €.

Es werden weiterhin Leute gesucht, die sich kostenlos beraten lassen wollen. Die Testphase endet im August. Sind Sie daran interessiert, bei der Testphase mitzumachen, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an folgende Adresse: info@deaf-dienstleistung.de.

Die Testphase wird für ein Magazin für Hörgeschädigte ausgewertet und genutzt. Das Magazin soll Oktober/November dieses Jahres herausgegeben werden. Für den Anfang können Sie sich auch ein Online-Magazin kostenfrei zuschicken lassen.
Siehe: www.deaf-dienstleistung.de -> Online Magazin.

Neue DGZ-Homepage

DGZ 6/2010

Kerstin Reiner, Chefredakteurin der DGZ, teilt mit:

"Nun ist es endlich soweit! Darf ich vorstellen? Unsere neue Homepage www.gehoerlosenzeitung.de. Jetzt ist sie endlich online! Alle Nicht-Abonnenten haben so die Möglichkeit, eine kostenlose Leseprobe der DGZ zu lesen.

Wir werden unsere Homepage auch weiterhin ausbauen, um sie auch für Sie - unsere treuen Leserinnen und Leser - interessant zu gestalten. Unsere aktuelle Homepage ist der erste Schritt, um mit Ihnen über das Internet Kontakt aufzunehmen. Wir laden Sie herzlich ein, mal reinzusurfen!"

Eine Leseprobe des Juni-Heftes finden Sie auch hier:

Taub ≠ stumm, dumm, schwach

Wir können alles, nur nicht hören

Im letzten Jahr hat das Netzwerk der Gehörlosenstadtverbände e.V. die Aufklärungskampagne "Wir können alles, nur nicht hören" gestartet, die durch eine Plakataktion in allen Großbahnhöfen unterstützt wurde. Dazu gab es Aufklärungsmaterialen, wie zum Beispiel Spielkarten, auf deren einer Seite drei Gebärden und auf der anderen Seite Quizfragen über die Gehörlosenwelt gedruckt sind. Da das Netzwerk Unmengen an Anfragen bekommen hat, waren die Aufklärungsmaterialen innerhalb kürzester Zeit vergriffen.

Nun sind die Aufklärungsmaterialen wieder eingetroffen und ab sofort wieder frei verfügbar. Wer die Materialen nicht kennt, kann gerne einen Blick auf die Homepage www.wir-sind-nicht-dumm.de werfen und weitere Informationen einholen. Für die Spielkarten wird eine Schutzgebühr von 1 EUR erhoben. Die Flyer und Poster sind frei erhältlich. Nach Bestelleingang wird eine Rechnung per E-Mail zugeschickt, die den Gesamtbetrag (Schutzgebühr, Porto- und Verpackungskosten) darstellt. Nach erfolgreicher Überweisung werden die bestellten Materialen innerhalb von 2 Werktagen verschickt.

ACHTUNG: Die Plakate sind bereits vergriffen. Eine Neubestellung ist zur Zeit nicht vorgesehen.

Musik sichtbar machen

Studientag Musik durch Gebaerdensprache

Franz Liszts Klavierstück "Am Rande der Quelle" ohne Klavier darstellen? "Das fließende Wasser lässt sich ausdrucksvoll mit den Händen darstellen", so Christian Pflugfelder, der als Referent zum Studientag Musik im Berufskolleg Gebärdensprache an der Paulinenepflege in Winnenden eingeladen war . Gemeinsam mit ihrem Referenten interpretierten die Berufskollegler das Lied „Joyful, Joyful“. Dieses Lied ist durch den Film „Sister Act“ bekannt und soll in einem gemeinsamen Auftritt mit dem Schulchor des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Marbach am 18. Juli auf die Bühne gebracht werden.

Dieser Studientag war ein highlight im Unterricht des Berufskollegs, das zur Zeit von 28 SchülerInnen besucht wird und an dem nach den Sommerferien eine weitere Klasse beginnen wird.

Berufskolleg Gebärdensprache der Paulinenpflege Winnenden

AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen

AufRuhr 1225!

Wie sah das Leben in der Steinzeit in Westfalen aus? Wie wurde man „Fürst von Beckum“? Warum veränderte ein Mord 1225 die ganze Ruhrregion? Warum war der Burgenbau so wichtig? Und gab es früher Dildos?

Wichtige Fragen wie diese ;-) beantwortet Ralf Kirchhoff auf seiner Spezialführung für Gehörlose durch das Westfälische Museum für Archäologie in Herne. Die erste Führung findet am 24. Januar statt.

Außerdem bietet Ralf einen "visuellen und virtuellen Rundgang" durch die Dauerausstellung an.

Die vorläufig letzte Führung findet am 27. Juni um 15 Uhr statt.

 

'Märchengottschalk' auf dem Gehörlosenkirchentag

Jens Gottschalk (

Jens Gottschalk ("Märchengottschalk" ;-) und Dolmetscherin Claudia Dubbelfeld werden die Besucher  beim Württembergischen Gehörlosenkirchentag am 18. Juli 2010 in Ehningen mit Märchen aus ihrem Programm „Märchenhafte Kleinode aus aller Welt“ erfreuen.

Bei dieser Gelegenheit wird übrigens das Bayerische Fernsehen für "Sehen statt Hören" einen Beitrag über das Programm drehen.
 

Informationsveranstaltung in der Gebärdensprachschule GebärdenVerstehen

GebärdenVerstehen

Am 9. Juli findet um 17 Uhr in der Gebärdensprachschule GebärdenVerstehen in Heidelberg eine Informationsveranstaltung statt zu den Themen

  • Gebärdensprachschulung
  • Qualifizierung bzw. Vorbereitung auf die staatliche Prüfung zum/r Gebärdensprachdolmetscher/in
  • Wissenswertes zu den beruflichen Perspektiven im Bereich der Gebärdensprache und
  • das aktuelle Schulungsangebot 

Am selben Tag, also am 9. Juli, startet Modul 3B – bei Interesse Anmeldung möglich (am 30. Juni ist Anmeldeschluss)! Es sind nur noch wenige Plätze frei!
Dozenten: Marc-Oliver Vorköper (staatlich geprüfter Dolmetscher für Gebärdensprache und Sprachwissenschaftler, M.A.), Dr. phil. Daniela Happ (Gebärdensprachdozentin und Sprachwissenschaftlerin), Jana Schwager (staatlich geprüfte Gebärdensprachdozentin).

Ausführliche Informationen finden Sie unter www.gebaerdenverstehen.de.
 

Maischberger: Weiße Kittel, weiße Weste?

Johannes Brenninger

Am 23. Juni wird eine Folge von "Menschen bei Maischberger" wiederholt, die zuerst am 8. September 2009 ausgestrahlt wurde. Thema der Sendung: "Feindbild Arzt: Weiße Kittel, weiße Weste?" Unter den Gästen befindet sich Johannes Brenninger:

"Der Inhaber mehrerer Hörgeräte-Geschäfte zahlte jahrelang "Schmiergeld auf Rezept" an einen HNO-Arzt. Immer wenn der Mediziner einen Patienten zu Johannes Brenninger schickte, wollte er einen Anteil am Verkauf des Hörgerätes kassieren, sozusagen als Vermittlungsgebühr. Regelmäßig musste Brenninger Bargeld im Umschlag abliefern. "Ich fühlte mich wie bei einer Schutzgelderpressung", sagt der Akustiker."

Wer die Erstausstrahlung der Sendung verpasst hat, kann sie jetzt nachholen: Am 23. Juni um 9:30 Uhr auf MDR.

Menschen bei Maischberger - Feindbild Arzt: Weiße Kittel, weiße Weste?

TAG DER BEGEGNUNG 2010

Wir sind mittendrin

In diesem Jahr findet der TAG DER BEGEGNUNG am SONNTAG, den 27. JUNI IM GRUGAPARK in ESSEN statt.

Im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 ist der TAG DER BEGEGNUNG eine der größten Veranstaltungen in diesem Jahr. Der Landschaftsverband Rheinland erwartet 50.000 Besucher zu einem Zeichen von Integration und Barrierefreiheit durch Kultur.
Viele Verbände, Vereine und Gemeinschaften von und für gehörlose und schwerhörige Menschen bilden den Themenpark: „WIR SIND MITTENDRIN“. Sie finden den Themenpark - und dort das Rhein.-Westf. Berufskolleg Essen - unterhalb der Dahlienarena (Haupteingang oder Eingang Orangerie). Ein Hinweisschild zeigt den Weg. Auf der Bühne des RWB wird ein abwechslungsreiches Programm gezeigt. Auch der Gebärdenchor vom DAY OF SONG tritt auf! Für Essen und Trinken ist ebenfalls gesorgt: "Wie sagt man bei uns so schön? Komma lecker bei mich bei!" ;-)

Wer wissen möchte, welche Vereine und Einrichtungen dabei sind und wo man sie findet – hier ist der Lageplan (siehe PDF unten).
Das gesamte Veranstaltungsprogramm und die interessante Geschichte des Tages der Begegnung können Sie hier einsehen: http://www.tag-der-begegnung.lvr.de
 

Kundenservice mit Gebärdenchat

Hamburg Wasser

Die Firma HAMBURG WASSER ist, kurz gesagt, in Hamburg zuständig für Wasser und Abwasser, HAMBURG ENERGIE für Gas und Strom. (Früher nannte man so etwas einfach Stadtwerke. ;-) Beide haben jetzt ein neues Kundencenter eröffnet, und dieses Kundencenter soll auch für die 2000 in Hamburg lebenden Gehörlosen barrierefrei sein. Zu diesem Zweck hat man einen Gebärden-Chat eingerichtet. Montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr ist dort eine gehörlose Mitarbeiterin erreichbar. Einmal in der Woche, donnerstags zwischen 10 und 15 Uhr, ist auch eine persönliche Beratung im Kundencenter möglich.Wie das alles funktioniert, wird in einem kurzen Film erklärt auf http://www.hamburgwasser.de/gebaerden-chat.html.

Weiterbildung zum Netzwerkadministrator

damago

Die damago GmbH hat eine auf die Bedürfnisse von Gehörlosen zugeschnittene und von der Arbeitsagentur geförderte Weiterbildung entwickelt. Die Seminare finden in Deutscher Gebärdensprache statt: Der Unterricht des IT-Trainers wird durch Gebärdensprachdolmetscher übersetzt. Auch die eingesetzte Medientechnik ist auf die besonderen Voraussetzungen der Weiterbildung abgestimmt.

Die Weiterbildung zum zertifizierten Microsoft-Administrator (MCSE 2003) richtet sich an arbeitsuchende gehörlose IT-Spezialisten und trägt der wachsenden Nachfrage nach zertifizierten Fachkräften Rechnung. Der Lehrstoff unterscheidet sich nicht vom Lehrstoff einer Weiterbildung für Nicht-Gehörlose. Dies erhöht die Akzeptanz auf dem Markt bzw. bei potentiellen Arbeitgebern.

Kontakt: damago GmbH, Alte Jakobstr. 85/86, 10179 Berlin, Tel.: 030/28 49 376-12, Fax: 030/ 28 49 376-2, Mail: Birgit.Schoenerstedt@damago.de

Für Gehörlose - einzigartig in Deutschland: Durch die Arbeitsagentur geförderte IT-Weiterbildung

15 Jahre Vergolder-Atelier Metze in Blankenrath / Hunsrück

Thea und Manfred Metze

Seit 15 Jahren gibt es jetzt das Vergolder-Atelier Metze in Blankenrath / Hunsrück. Das wollen Thea (56) und Manfred Metze (60), beide gehörlos, selbstverständlich feiern. Die beste Gelegenheit für Sie, bei Familie Metze reinzuschnuppern, bietet sich am 3. Juli ab 13.00 Uhr, da Herr Metze seinen Jubiläumsmonat mit einer kleinen Feierstunde eröffnen möchte.

Der kleine Familienbetrieb stellt seit 15 Jahren in anspruchsvoller Handarbeit qualitativ hochwertige Bilderrahmen her, die je nach Kundenwunsch mit verschiedensten Blattgold-Arten gefertigt werden. Nach seiner Ausbildung als Kirchenmaler war Manfred Metze bei der Galerie "Fritzen" in Saarlouis beschäftigt und betrieb damals schon alleine eine Zweigstelle in Blankenrath. Seine Behinderung hielt ihn vor 15 Jahre in keinster Weise davon ab, das Geschäft in Eigenregie zu übernehmen. Seit diesem Tage steht ihm seine Frau Thea tatkräftig zur Seite, auch seine Kinder Natalie und Daniel unterstützen ihn, wo es möglich ist.

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Golf-Schnupperkurs mit hg. Trainer

Golf-Schnupperkurs

Die Sparte Golf des Gehörlosen-Sportverbands NRW organisiert einen Golf-Schnupperkurs für alle, die die Trendsportart „Golf“ kennen lernen möchten - von einem hörgeschädigten Trainer!

Wann: Samstag,den 31.07 2010 ab 11:00 Uhr
Wo: Golfclub am Katzberg, Katzbergstraße 21, 40764 Langenfeld

Anmeldungen bitte bis zum 24.07.2010 an Landesgolfwart Ulrich Wobbe per Fax: 0234 – 9020122 oder per E-Mail.

BLWG sucht SozPäd in Ingolstadt

BLWG

Der Bayerische Landesverband für die Wohlfahrt Gehörgeschädigter e.V. (BLWG e.V.) sucht für die Beratungsstelle für Hör- und Sprachgeschädigte im Regierungsbezirk Oberbayern ab sofort eine/n Diplom-Sozialpädagogin/en (FH) in Vollzeit (39,0 Std.).

Der Arbeitsplatz der Stelle ist im Gehörlosenzentrum Ingolstadt verortet und hat fachlich und strukturell eine enge Anbindung und Rückkopplungsmöglichkeiten zum Büro in München sowie zur Leiterin der Beratungsstelle Oberbayern.

Im Sinne des Gedankens der „Hilfe zur Selbsthilfe“ soll hier eine Unterstützungsarbeit geleistet werden für den Verein bzw. für die Hörgeschädigten-Community, die von den Bedürfnissen der Zielgruppe ausgehend die Selbstorganisation begleitet, nach Bedarf unterstützt, stabilisiert, ausbaut und weiter entwickelt.

Kein Vertrauen???

BERUFSWAHL 2010

Das soll "Mein Weg in die Zukunft" sein - gepflastert mit Fehlinformationen und Diskriminierungen?  Aber eines nach dem anderen.

Die Zeitschrift BERUFSWAHL 2010 wendet sich an Schulabgänger:
"Sie stehen vor einer wichtigen Entscheidung in Ihrem Leben – der Berufswahl. Die Entscheidung, welchen beruflichen Werdegang Sie einschlagen, können und wollen wir Ihnen nicht abnehmen. Wir möchten Ihnen Anregungen geben, wie Sie zu Ihrem „Traumberuf“ finden."

Hoffentlich sind diese Anregungen bei anderen Berufen weniger katastrophal als bei den Berufen KommunikationsassistentIn und GebärdensprachdolmetscherIn! In dem Artikel Guck mal, wer da spricht! (jetzt nur noch im Google-Cache) werden Weisheiten verkündet wie "die Gebärdensprache befindet sich noch im Aufbau" - so, als wäre die Gebärdensprache keine vollständige Sprache! OK, doof formuliert, gemeint ist hoffentlich, dass die Gebärdensprache sich wie jede andere Sprache weiterentwickelt. Aber wie ist das zu verstehen: "Auch letztere (GebärdensprachdolmetscherInnen) unterstützen Gehörlose, etwa bei Behördengängen, aber die Vertrauensbasis fehlt." Mag sein, dass die unterschiedlichen Rollen bzw. Aufgabenbereiche gemeint sind: Dolmis eben als Sprachmittler und NICHT als Helfer - im Gegensatz zu den Assis. Aber das Vertrauensverhältnis anzuzweifeln, das ist schon ein Hammer!

Klar, dass sich der Berufsverband der Dolmis dagegen zur Wehr setzt.

Super, wenn jemand zugeben kann, etwas falsch gemacht zu haben – und sich dafür entschuldigt. Genau das haben die Herausgeber von BERUF 2010 jetzt getan. Sie haben sich für den Artikel „Guck mal, wer das spricht!“ in aller Form beim BGBB entschuldigt. Und sie bieten an, in der nächsten Ausgabe ausführlich über Dolmis zu berichten. Was will man mehr!?!

Und eines noch: In dem Artikel sieht es so aus, als stecke die Gebärdenfabrik dahinter. Das ist NICHT der Fall. Das wird vom Verlag ausdrücklich bestätigt.

Lesen Sie die beiden E-Mails der MWB Medien GmbH an Gebärdenfabrik und an den BGBB (siehe PDF unten!)

P.S.: Eigentlich könnten wir den link zum Artikel bzw. zum Google-Cache jetzt entfernen. Aber zum einen haben wir auf Google keinen Einfluss, und wer ihn sucht, findet den Artikel ohnehin. Und zum anderen ist der Original-Artikel zum Verständnis des Vorgangs unverzichtbar. Wir lassen ihn also drin.

Berufskolleg sucht DGS-DozentIn

Berufskolleg Gebärdensprache

Das Berufskolleg Gebärdensprache der Paulinenpflege Winnenden, das im Herbst 2009 begonnen hat, ist einmalig in Deutschland.
Es ist besonders interessant, wenn man die Fachhochschulreife erwerben will, aber nicht an ein technisches, kaufmännisches, soziales o.ä. Berufskolleg gehen möchte.

Der Schwerpunkt des Berufskollegs Gebärdensprache liegt im sprachlichen Bereich. Für dieses Berufskolleg sucht die Paulinenpflege eine/n Dozent/in für das Fach „Deutsche Gebärdensprache“ (DGS).

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