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Das Gleis. Die Logistik des Rassenwahns

Das Gleis. Die Logistik des Rassenwahns

Am 18. September 2010 bietet das Dokumentationszentrum Nürnberg ab 15:00 Uhr eine einstündige Führung für Gehörlose durch die Ausstellung "Das Gleis. Die Logistik des Rassenwahns" an.

Die Gebühr für die Führung beträgt 3 Euro, 2 Euro ermäßigt zuzüglich zum Museumseintritt von 5 Euro (3 Euro ermäßigt).
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Die Ausstellung "Das Gleis. Die Logistik des Rassenwahns" zum Bahnjahr 2010 - 175 Jahre deutsche Eisenbahn - erweitert den Blickwinkel auf das folgenschwerste Kapitel deutscher Eisenbahngeschichte auf einmalige Weise: Ein Rundgang im Erdgeschoss des Dokumentationszentrums führt thematisch von den Anfängen des nationalsozialistischen Rassenwahns über seine konsequente Umsetzung bis hin zu den in einer Gleis-Installation symbolisierten Stätten millionenfachen Mordes, den ehemaligen deutschen Vernichtungslagern in Polen.

Die Führung - übersetzt durch die Gebärdensprachdolmetscherin Alexa Dölle - schlägt einen inhaltlichen Bogen von den "Nürnberger Rassengesetzen" des Jahres 1935 zum Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Der erinnerungsgeschichtliche Ansatz "Vom Netzwerk des Todes zum Netzwerk der Erinnerung" wird dabei ebenso diskutiert wie die Ausstellungssprache, die in einer szenographischen Gleis-Installation ihren Ausdruck findet.

Das Gleis. Die Logistik des Rassenwahns

Entfaltung durch Kommunikation

Entfaltung durch Kommunikation

Ende Mai ist in Holland ein neues Buch erschienen, verfasst von Corrie Tijsseling und Marjoke Rietveld-van Wingerden: "Ontplooiing door communicatie. De geschiedenis van het onderwijs aan doven en slechthorenden in Nederland" (Entfaltung durch Kommunikation. Die Geschichte der Gehörlosen- und Schwerhörigenbildung in den Niederlanden). Die Geschichte war natürlich ganz ähnlich wie die in Deutschland, bestimmt z.B. durch den Abbé de l'Epée, die Mailänder Beschlüsse, die Rückkehr der Gebärdensprache und die "totale Kommunikation" in den 80er Jahren und die Verbreitung des CI. Fazit: Auch CI-Kinder brauchen Gebärden!

Zu diesem Buch ist jetzt ein Video online veröffentlicht worden. Natürlich auf Holländisch, und mit holländischen Gebärden. Trotzdem sehenswert - allein schon die historischen Aufnahmen!

Video Entfaltung durch Kommunikation

Hitler vom Mund abgelesen

Lippenleser
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Eva Braun hat ihren Geliebten Adolf Hitler sehr oft fotografiert und gefilmt. Leider sind die Filme ohne Ton. In einem Bericht von ZDF History, Eva Hitler, die wahre Geschichte, hat man den Versuch unternommen, kurze Passagen der Stummfilme nachträglich zu vertonen - mit Hilfe von hörgeschädigten Lippenlesern. Judith Göller, Lothar Förster und Wolfgang Persch haben Hitler und anderen vom Munde abgelesen. Sicher ein sehr schwieriges Unterfangen, und ob die Ergebnisse wirklich richtig sind, kann niemand nachprüfen. Allerdings passen sie recht genau zu den historischen Ereignissen. Judith berichtet in ihrem Blog über die Aktion: Ableseservice für Eva-Braun-Dokumentarfilm im ZDF am 15.08.2010.

Der Film wurde gestern Abend zum ersten Mal gesendet, wird aber einige Male wiederholt:
am 18.08.2010  um 21:00 Uhr auf ZDFinfo, am 19.08.2010 um 00:30 Uhr auf ZDFinfo, am 20.08.2010 um 17:45 Uhr auf 3sat und am 21.08.2010 um 21:45 Uhr auf Phoenix.

Man kann den Film auch online in der ZDF Mediathek sehen: Eva Hitler, die wahre Geschichte. Leider nur eine Woche lang, und leider ohne Untertitel - wie auch im Fernsehen - aber man kann die Stellen gezielt ansteuern. Die erste beginnt bei 20:10, die zweite bei 28:30.

Bildungsurlaub: DGS und Gebärdensprachkultur

Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige

Bildungsurlaub – DGS 6: Deutsche Gebärdensprache und Gebärdensprachkultur – 27. September-01. Oktober 2010 – Frankfurt am Main

Die Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige bietet in diesem Jahr einen einwöchigen Bildungsurlaub mit dem Titel „Deutsche Gebärdensprache und Gebärdensprachkultur“ an. Unter dem Motto „DGS 6 – und was dann?“ schließt dieses Angebot die Lücke zwischen DGS 6 und den Weiterbildungen für Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetschern.
Der Kurs richtet sich an alle mit fundierten DGS-Kenntnissen, die beruflich und privat mit Gebärdensprache zu tun haben und sich weiterbilden wollen.

Mit Konversationsübungen, Erweiterung des idiomatischen Wortschatzes und Grundlagen zum Gebärdensprachdolmetschen und –übersetzen sowie Informationen zur Kultur und Geschichte tauber Menschen erfahren Sie Neues, vertiefen Sie Bekanntes und erweitern Sie Ihr Wissen.

Weitere Informationen und Anmeldung:

Ein neues Zeitalter: Taube Mitbeteiligung und Zusammenarbeit

Vor einer Woche hat die internationale Konferenz zur Bildung und Erziehung Gehörloser (ICED) die Beschlüsse des Mailänder Kongresses von 1880 aufgehoben und eine neue Resolution verabschiedet. Sie können Sie sich jetzt in internationalen Gebärden ansehen, dank der tatkräftigen Arbeit vom Gebärdenwerk, vertreten durch Knut Weinmeister, in Zusammenarbeit mit dem Institut für deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser, vertreten durch Professor Dr. Christian Rathmann.

ICED zieht Schlussstrich unter Mailänder Beschlüsse


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Hartmut Teuber hat uns freundlicherweise eine deutsche Übersetzung der verabschiedeten Prinzipien zur Verfügung gestellt.

Es ist ein historischer Tag für die Gehörlosen weltweit. Die internationale Konferenz zur Bildung und Erziehung Gehörloser (ICED) hat am 20. Juli 2010 beschlossen, die Beschlüsse des Mailänder Kongresses von 1880 aufzuheben.

Damals beschlossen die anwesenden Gehörlosenlehrer, dass nur noch oral unterrichtet werden sollte. Das sollte der Todesstoß für die Gebärdensprache und ein Berufsverbot für die damals unterrichtenden gehörlosen Lehrer werden.

Gestern hat sich die Konferenz eindeutig von diesen Beschlüssen distanziert, wie folgt:

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Das Archiv in Gebärden

Stasi-Führung

Premiere im Archiv der Stasi-Unterlagen-Behörde in Berlin-Lichtenberg: Für eine Gruppe von sieben Gehörlosen fand am 2. Juli 2010 eine Archivführung statt. Zwei Gebärdensprachdolmetscher begleiteten die Besucher, die sich über ein deutsches Gehörlosenportal im Internet organisiert hatten.

Frau Brosin, Mitarbeiterin der Stasi-Unterlagen-Behörde, hat darüber einen Bericht geschrieben. Sie teilt darüber hinaus mit, dass solche Führungen auf Anfrage gerne wiederholt werden können. Bei Interesse melden Sie sich bei archivfuehrungen@bstu.bund.de.

Führung für hörgeschädigte Bürger durch das Stasi-Unterlagen-Archiv

'Wir gegen uns', 'Byzanz' und 'Das XX. Jahrhundert...'

wir gegen uns

Für die Jüngeren kaum vorstellbar: Deutschland (BRD) ist im Sport gegen Deutschland (DDR) angetreten. Dazu gibt es jetzt eine Ausstellung in Bonn im Haus der Geschichte, und der gehörlose Historiker Helmut Vogel bietet am 5. Juni von 11:00 bis 12:30 Uhr und von 15:00 bis 16:30 Uhr und am 6. Juni von 11:00 bis 12:30 Uhr Führungen in DGS an.

Am 9. Juni von 18:00 bis 20:00 Uhr bietet Helmut eine Führung durch die Sonderausstellung "Byzanz - Pracht und Alltag" in der Kunst- und Ausstellungshalle der BRD in Bonn an.

In Berlin gibt es im Deutschen Historischen Musuem die Ausstellung "Das XX. Jahrhundert - Menschen-Orte-Zeiten". Durch diese Ausstellung führt Helmut am 13. und 15. Juni jeweils von 14:00 bis 17:00 Uhr.

Bildungsurlaub: Kultur und Geschichte Gehörloser

LVGH

Der Landesverband der Gehörlosen Hessen e.V. möchte allen gehörlosen Arbeitnehmern ein besonderes Angebot präsentieren:

Bildungsurlaubswoche vom 20.09.-24.09.2010 mit dem Thema: "Kultur und Geschichte Gehörloser - Eine kulturelle Perspektive auf Gehörlosigkeit und politische Aspekte von Hörgeschädigten". Stattfinden wird sie in der Geschäftsstelle in der Burgstr. 11e, Frankfurt am Main. Referent ist der bekannte gehörlose Erziehungswissenschaftler und Historiker Helmut Vogel.

Der LVGH ist als Bildungsurlaubsträger anerkannt, also können Sie bei Ihrem Arbeitgeber eine Freistellung während der Bildungsurlaubswoche beantragen. Bei Fragen melden Sie sich unter info@gl-hessen.de

Deaf Holokaust. Gehörlose Juden im „Dritten Reich“

Vorstand des Reichsverbands der Gehörlosen Deutschlands e.V. von 1929, Mitte: Alphons Levy

Am 9. Juni referiert Mark Zaurov in der Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel über das Thema Deaf Holokaust. Gehörlose Juden im „Dritten Reich“. Er stellt verschiedene Gruppen und Personen vor und geht dabei auf den aktuellen Forschungsstand ein.

Reeperbahn und jüdischer Friedhof

Jüdischer Friedhof in Hamburg

Ganz schön kontrastreich, das Angebot an DGS-Stadtführungen von Martina Bergmann vom Museumsdienst Hamburg. Sie führt sowohl durch Hamburgs Amüsiermeile als auch über den jüdischen Friedhof. That's life - and death! Die Führung über den Friedhof bietet sie sogar in Internationaler Gebärdensprache an.

Ergreifend und erschütternd, die Grabsteine aus den Weltkriegen! Im Ersten sind die jüdischen Mitbürger für das deutsche Vaterland gefallen, im Zweiten in den KZs ermordet worden. Krasser kann man den Gegensatz kaum erleben.

Gedenkstätte Brauweiler

Brauweiler

Ein bemerkenswerter Wandel: von der Abtei über die Arbeitsanstalt, „Schutzhaftlager" und Gestapogefängnis in der Nazizeit bis zum Kulturzentrum und zur Gedenkstätte heute. Das LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler soll mit der Gedenkstätte die Erinnerung an die Geschehnisse in der dunkelsten Zeit aufrecht erhalten.

Im Kellergeschoss sind zwei Arrestzellen weitgehend im Nachkriegszustand erhalten. Unter Einbeziehung dieser Zellen wurde hier seitens des Landschaftsverbandes Rheinland eine Dauerausstellung eingerichtet, die dem Gedenken an die Opfer des NS-Regimes in Brauweiler gewidmet ist.

Am 1. Juni 2010 findet eine Führung für Gehörlose mit Gebärdensprachdolmetscher statt.

Es sind noch 6 Plätze frei – bitte schnell anmelden!

'In die Zukunft gedacht' in Eichstätt

Ausstellung Sozialgeschichte

"In die Zukunft gedacht - Bilder und Dokumente zur Deutschen Sozialgeschichte" - diese Ausstellung wird vom 6. Mai bis zum 30. Juni 2010 in der Zentralbibliothek der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Universitätsallee, 85071 Eichstätt zu sehen sein.

Am Mittwoch den 5. Mai 2010 wird die Ausstellung um 17:00 Uhr eröffnet.

Während des Eröffnung werden Gebärdensprachdolmetscher zur Verfügung stehen und das Programm dolmetschen.

Der Präsident der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl, wird ein Grußwort sprechen, und der Referatsleiter des BMAS Bonn, Herr Joachim Zweig, wird die Ausstellung eröffnen.

Für Unterhaltung sorgen mit musikalischen Beiträgen Schüler des Gabrieli Gymnasiums Eichstätt.

Bei Bedarf gibt es während der Ausstellungslaufzeit kostenlose Führungen mit Gebärdensprachdolmetscher.

'In die Zukunft gedacht' in Königswinter

In die Zukunft gedacht

Ein Teil dieser Ausstellung wird vom 17. April bis zum 25. Juni 2010 im Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter, Johannnes-Albers-Allee 3, 53639 Königswinter zu sehen sein.

Am Freitag den 16. April 2010 wird die Ausstellung um 14:00 Uhr eröffnet. Während des Empfangs werden Gebärdensprachdolmetscher zur Verfügung stehen und das Programm dolmetschen.

Der Vorsitzende der Stiftung Christlich-Soziales Politik e.V. Königswinter, Herr Werner Schreiber, und der Stellvertretende Bürgermeister von Königswinter, Herr Sokratis Theodoridis, werden jeweils ein Grußwort sprechen und der Referatsleiter des BMAS Bonn, Herr Joachim Zweig, wird die Ausstellung eröffnen.

Für Unterhaltung sorgt vor und nach den Reden die Sängerin Stefania Adomeit mit Liedern und Chansons. Die gesamte Veranstaltung wird ca. 1 bis 1,5 Stunden dauern.

Wird in Vancouver Schlussstrich unter Mailänder Beschlüsse gezogen?

ICED

Wer im Geschichtsunterricht Jahreszahlen auswendig lernen musste, wird sie hassen - und schnell alle wieder vergessen haben. Eine Jahreszahl werden Gehörlose aber NIE vergessen: 1880, das Jahr des Mailänder Kongresses, auf dem die Gehörlosenlehrer beschlossen, dass nur noch oral unterrichtet werden sollte. Das sollte der Todesstoß für die Gebärdensprache und ein Berufsverbot für die damals unterrichtenden gehörlosen Lehrer werden.

Es ist zu hoffen, dass das Jahr 2010 sich genauso ins Gedächtnis der Gehörlosen einbrennen wird. In diesem Jahr findet die internationale Konferenz zur Bildung und Erziehung Gehörloser (ICED) in Vancouver in Kanada statt. Die Gehörlosen von British Columbia (Kanada) sind mit dem Wunsch an das Veranstaltungskomitee der Konferenz herangetreten, man möge sich offiziell von den Mailänder Beschlüssen distanzieren und erklären, dass sie "negative Folgen für das soziale Leben gehörloser Menschen weltweit mit sich gebracht" haben.

Solch eine Erklärung würde den Grundstein legen für eine neue Zusammenarbeit von Betroffenen, den Gehörlosen, und den hörenden Fachleuten. Bleibt zu hoffen, dass die Teilnehmer wirklich den Mut aufbringen, einen Schlussstrich unter Mailand zu ziehen.

Vancouver 2010: Eine neue Ära der Partizipation und Zusammenarbeit

21st International Congress on Education of the Deaf (ICED)

Vancouver 2010: A New Era of Participation and Collaboration

Vortragsabend zum Thema 'Deutsche Verfassungsgeschichte'

Am 26 März wird der taube Historiker Helmut Vogel in Würzburg über die deutsche Verfassungsgeschichte referieren. Das BiKu-Team (Bildungs- und Kulturzirkel Augen und Hände) hofft auf zahlreiche Besucher.

Die Geschichte der Gehörlosenbildung in Europa

Abbé de l'Epee mit Schülern und Besuchern
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Henk Betten, gehörloser Holländer, hat sich die Mühe gemacht, Fakten zur Geschichte der Gehörlosenbildung aus allen europäischen Ländern zusammenzutragen. Eigentlich ein komplettes Buch von 114 Seiten! Henk stellt es kostenlos zur Verfügung. Sie können es hier herunterladen. Kleiner Haken an der Geschichte: Henk hat auf Englisch geschrieben. Aber wer erst mal an der deaf history Blut geleckt hat, den wird das nicht von der Lektüre abhalten.

Da gibt es schon erstaunliche Fakten. Wussten Sie z.B., dass der gehörlose Adalbert Lampe die erste Gehörlosenschule in Kroatien gegründet hat? - Es lohnt sich wirklich ein wenig zu stöbern!

Ein dickes Dankeschön an Henk, dass er uns sein Werk zur Verfügung gestellt hat - zum 250. Jubiläum der Gehörlosenbildung in diesem Jahr!

Heidelberger Skizzen / Bilder einer Zwangssterilisation

Heidelberger Skizzen

Am 17. März werden in der Sammlung Prinzhorn in Heidelberg gleich zwei Ausstellungen eröffnet: "Heidelberger Skizzen" und "Bilder einer Zwangssterilisation". Gerade letztere dürfte Gehörlosen unter die Haut gehen!

Die Eröffnung wird von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt.

Sensationeller Kunstfund: Psychiatrieinsasse zeichnete in NS-Zeit seine eigene Sterilisation

Zwei Hoden auf einem Teller - Zeichnungen aus einer NS-Psychiatrie

'In die Zukunft gedacht' in Mainz

"In die Zukunft gedacht" in Mainz

Diese Ausstellung "In die Zukunft gedacht" wird vom 26. Februar bis zum 27. März 2010 der Rathausgalerie, Jockel-Fuchs-Platz 1, 55116 Mainz stehen.

Am Donnerstag den 4. März 2010 findet um 17:00 ein Empfang in der Ausstellung statt.

Während des Empfangs werden Gebärdensprachdolmetscher zur Verfügung stehen und das Programm dolmetschen.

Die neue Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Mainz, Beigeordnete Marianne Grosse wird zur Begrüßung sprechen und der Referatsleiter des BMAS Bonn, Herr Joachim Zweig wird die Ausstellung eröffnen. Für Unterhaltung sorgt zwischen den Redebeiträgen Dr. Burkhard Engel vom Cantaton-Theater.Die gesamte Veranstaltung wird ca. 1,5 Stunde dauern.

Bei Bedarf werden während der Ausstellungslaufzeit kostenlose Führungen mit Gebärdensprachdolmetscher angeboten.

Gedenkstunde im Bundestag mit Dolmetscher

Mark mit Dolmi im Bundestag

Am 27. Januar wurde das KZ Auschwitz von russischen Soldaten befreit. Zum 65. Jahrestag fand eine Gedenkstunde im Bundestag statt, in der der israelische Schimon Peres eine Rede hielt. Übersetzt wurde alles in die DGS, für Mark Zaurov, den Vorsitzenden der IGJAD, der als Vertreter der gehörlosen Juden eingeladen war.

Video: Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus (Mark mit Dolmi bei 22:48)

Besichtigung der Villa ten Hompel und HipHop-Kurs in Münster

Villa ten Hompel

Die Beratungsstelle für hörbehinderte Menschen PARISOZIAL MÜNSTERLAND weist auf zwei Veranstaltungen hin:

Besichtigung der Villa ten Hompel in Münster
Von 1940 bis 1945 war die Villa ten Hompel, eine frühere Fabrikantenresidenz der gleichnamigen Familie, Sitz des regionalen Befehlshabers der Ordnungspolizei. Im NS-Regime trug diese Behörde mit ihren Erlassen, Befehlen und Handlungen erheblich zum Massenmord an Juden, Sinti und Roma bei. Nach dem Zweiten Weltkrieg war in dem Haus am Kaiser-Wilhelm-Ring das „Dezernat für Wiedergutmachung“ der Bezirksregierung untergebracht. Auch an diesen Teil der Zeitgeschichte erinnert seit 2005 eine eigene Ausstellung, die besonders Verfolgtenschicksale in den Blick nimmt.
Am 10. Februar wird die Villa mit Dolmetschern und Technik für schwerhörige Menschen besichtigt.

HipHop Kurs für Anfänger in Münster
Ab Februar 2010 findet in Münster ein HipHop-Kurs statt. Dodzi Dougban zeigt euch, wie man HipHop tanzt. Wer Lust hat, sollte sich bald anmelden. Vor dem Kurs ist der Treffpunkt für Jugendliche mit einer Hörbehinderung im Jugendzentrum im Paul-Gerhardt Haus geöffnet. Wer also vorher schon andere Jugendliche treffen möchte, kann ab 14.00 Uhr vorbeikommen.
Annika van Deest (hd) und Leonid Klinner (gl) freuen sich auf Euch.

Winterfreuden in der 'kleinen Eiszeit'

Winterfreuden
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Endlich mal wieder ein richtiger Winter! Das denken wir jetzt, nach vielen Jahren, in denen der Winter fast ausgefallen ist. Anfang des 17. Jahrhunderts war es umgekehrt. Viele sehr kalte und harte Winter folgten aufeinander - eine "kleine Eiszeit"! Aber die Menschen haben die Winterfreuden genossen, mit Schlitten, Schlittschuhen und Schneeballschlachten. Wie das damals aussah, können wir heute noch sehen, nach 400 Jahren! Hendrick Avercamp hat die Winterfreuden in seinen Gemälden festgehalten. Avercamp war der berühmteste Maler solcher Winterszenen - und er war gehörlos!

Zur Zeit findet im Rijksmuseum in Amsterdam eine Ausstellung seiner Werke statt. Und da der Maler gehörlos war, hat man einen besonderen Service für Gehörlose eingerichtet. In Zusammenarbeit mit dem Nederlands Gebarencentrum hat man spezielle Gebärden für Museen und Kunst entwickelt, und es finden regelmäßig Führungen in Gebärdensprache statt. Und da man "auf den Geschmack gekommen" ist, werden auch nach Beendigung der Avercamp-Ausstellung Führungen stattfinden.

Der Verein KuGG lässt sich diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen. Er organisiert zusammen mit der Amsterdamer Gehörlosengruppe eine Führung in internationaler Gebärdensprache am Samstag, den 13. Februar 2010 um 13 Uhr.

Hendrick Avercamp: Winterfreuden
Hendrick Avercamp: The Little Ice Age

Von Flugzeugen, Spionen und CARE-Paketen

Alliiertenmuseum

Von Flugzeugen, Spionen und CARE-Paketen erzählt die Führung in Gebärdensprache von Anna-Kristina Mohos durch die Dauerausstellung des AlliiertenMuseums. An ausgewählten Objekten erläutert sie die Geschichte der Präsenz der Westmächte in Berlin von 1945 bis 1994. Die Besichtigung eines Luftbrückenflugzeuges von innen und eines "echten" Spionagetunnels machen die Nachkriegszeit und die Zeit des Kalten Krieges in Berlin besonders erfahrbar!
Neben der Führung besteht die Möglichkeit, einen Film mit einem gehörlosen Zeitzeugen in Gebärdensprache anzuschauen. Manfred Kranz ist mit seiner Schwester Renate in Berlin aufgewachsen und erzählt Spannendes aus seiner Kindheit in der unmittelbaren Nachkriegszeit. So erfahren die Zuschauer von seinen Tauschgeschäften mit amerikanischen Besatzungssoldaten, von der Jagd nach Schokoladenfallschirmen und dem Beginn einer wundervollen deutsch-amerikanischen Brieffreundschaft - immer auch mit Augenmerk auf der besonderen Situation gehörloser Menschen.
Dauer: Führung: ca. 75 Minuten, Film: ca. 45 Minuten
Mindestteilnehmerzahl: 5
Kosten: keine
Rechtzeitige Anmeldung unter: AlliiertenMuseum, Clayallee 135, 14195 Berlin, Tel.: 030 81 81 99 81, Fax: 030 81 81 99 91, birkemeyer@alliiertenmuseum.de

Verkannte Menschen

verkannte Menschen

Der Film "Verkannte Menschen" wurde 1932 gedreht. Er stellte das Leben der Gehörlosen in der damaligen Zeit dar, auch in der Israelitischen Taubstummen-Anstalt , Berlin-Weißensee - und wurde von den Nazis verboten. Lange Zeit galt er als verschollen (" Keine Kopie nachweisbar"). Nun ist doch noch eine Kopie des Films wieder aufgetaucht und restauriert worden. Am 16.01.2010 wird sie im Rahmen einer Benefizveranstaltung in Frankfurt präsentiert. Zum Rahmenprogramm gehören Vorträge von Jochen Muhs, Helmut Vogel und Katja Fischer.

Der LVGH hat einen kurzen Video-Bericht (ein längerer soll folgen) von der Benefizveranstaltung auf seiner DeafTV-Seite veröffentlicht: Benefizveranstaltung "Verkannte Menschen"

Per la vita - Für das Leben!

Esther Bejarano

Eine Seniorin von 85 Jahren musiziert mit Hip-Hoppern und nimmt mit ihnen zusammen eine CD auf. Wirklich außergewöhnlich, was Esther Bejarano da auf die Beine stellt. Die CD und der Dokumentarfilm tragen den Titel Per la vita - für das Leben! Das hat einen guten Grund. Esther Bejarano ist Überlebende des Mädchenorchesters von Auschwitz. Das musste u.a. spielen, wenn die Arbeitskolonnen aus- und einmarschierten.

Mit Musik will Esther Bejarano auch heute noch aufklären. Am Sonntag, 24. Januar 2010 um 12.00 Uhr findet im Theater "Polittbüro" (Steindamm 45, 20099 Hamburg) eine Gedenkveranstaltung des Auschwitz-Komitee in der BRD e.V. statt. Esther Bejarano und ihre Kinder Edna und Joram sowie Bandmitglieder und Filmemacher werden anwesend sein und den Film Per la vita in Ausschnitten vorstellen.

Eintritt frei, DGS-Dolmetscherinnen sind vor Ort - keine Anmeldung erforderlich!

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