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Der 21. Februar 2019 war ein historischer Tag für die gehörlosen Luzernerinnen und Luzerner in der Schweiz. Dank einer Übersetzung in Gebärdensprache konnten sie zum ersten Mal einer Sitzung ihres Parlaments folgen. Eine Premiere, die der Schweizerische Gehörlosenbund sehr begrüßt, denn er kämpft seit Jahren für einen besseren Zugang zu politischen Informationen für gehörlose Menschen.

Gehörlose Menschen in der Schweiz haben bisher noch keinen Zugang zu politischen Debatten, weder auf Gemeinde-, Kantons- oder Bundesebene. Die Sitzungen sind zwar öffentlich, sie werden aber nie in Gebärdensprache übersetzt. Gegen diese Ungerechtigkeit beim Zugang zu politischen Informationen engagiert sich der Schweizerische Gehörlosenbund seit mehreren Jahren.

Umso wertvoller ist das Angebot des Luzerner Stadtparlaments, welches seine Sitzung am 21. Februar ausnahmsweise auf den Abend verlegte und von einer Dolmetscherin in Gebärdensprache übersetzen ließ. Vier gehörlose Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Sitzung teil. Sie erklärten einstimmig, dass dieses Angebot fortgesetzt werden sollte. Gleichzeitig wünschen sie sich auch Informationen in Gebärdensprache auf der offiziellen Webseite der Stadt Luzern.

Der Schweizerische Gehörlosenbund ermutigt die Stadt Luzern, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, und er erwartet mit Spannung den Abschluss der Arbeiten am Rathaus Genf, wo in Zukunft alle Kantonsratssitzungen mit Übersetzung in Gebärdensprache übertragen werden sollen.

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