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Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert eine bundesweite Beschäftigungsoffensive für schwerbehinderte Arbeitslose. Aktuelle Zahlen belegen, dass die Arbeitslosenquote bei behinderten Menschen bundesweit nach wie vor wesentlich höher ist als bei Arbeitslosen ohne Handicap.

Der SoVD vertritt die sozialpolitischen Interessen der gesetzlich Rentenversicherten, der gesetzlich Krankenversicherten und der pflegebedürftigen und behinderten Menschen. Der SoVD vereint über 580 000 Mitglieder.

„Wirtschaft und Politik müssen ihre Anstrengungen deutlich verstärken, um die Arbeitslosenquote behinderter Menschen spürbar zu senken. Aber auch die Gesellschaft insgesamt muss diese Herausforderung annehmen und die Chancen erkennen“, sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer. Und weiter: „Die von den Arbeitgebern zu erfüllende Beschäftigungsquote von fünf Prozent wurde bisher nicht erreicht. Sie ist im Jahr 2017 sogar von 4,7 auf 4,6 Prozent gesunken“. Die Entwicklung zeige, dass die Beschäftigungspflicht ihr eigentliches Ziel selbst in konjunkturell besseren Zeiten verfehle. Die Arbeitgeber müssten daher mehr denn je in die Pflicht genommen werden.

Adolf Bauer: „Inklusion lohnt sich. Und zwar für alle Beteiligten“. Diese Botschaft müsse viel stärker hervorgehoben werden, betont der Verbandspräsident. „Behinderung und Leistungsfähigkeit sind kein Widerspruch. Viele Beispiele zeigen, dass das Gegenteil der Fall ist“, so Bauer.

Das Ziel des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ist es, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Bereits seit 1992 veranstalten verschiedene Verbände und Organisationen rund um den 5. Mai deutschlandweit Protestaktionen. Auch die SoVD-Jugend beteiligt sich aktiv an der Protesttags-Demonstration in Berlin.

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