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Für das internationale Musikfestival Pop-Kultur in Berlin hat Corinna Brenner, die taube Aktivisitin und Gebärdensprachdolmetscherin, ein spannendes Interview mit Laura-Levita Valyte über die Deaf Performance geführt. Hier können Sie sich den Talk anschauen:

Die taube Performerin Laura-Levita Valyte ist in Litauen mit gehörlosen Eltern und einer hörenden Schwester aufgewachsen. 2010 hat sie in der litauischen Version von »Let’s Dance« den ersten Platz abgeräumt; 2016 wurde sie nach Stockholm zum Eurovision Song Contest eingeladen, wo sie die Lieder in International Sign übersetzte, also in Gebärdensprache präsentierte. Im Workshop erklärt Laura-Levita Valyte anhand einer exklusiv für Pop-Kultur produzierten Performance den Kontext und Hintergrund ihrer Arbeit und verfolgt mit Engagement und viel Spaß das Ziel, Vorurteile in der Gesellschaft weiter auszuräumen.

In diesem Jahr gab Pop-Kultur bei der barrierefreien Gestaltung viel Mühe. Viele Talks wie „Art and Music in Times of Crisis“ und „Speaking of Sampling“ wurden in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Angeboten werden aber nicht nur Übersetzungsversionen. Im Rahmen des Festivals kooperiert Pop-Kultur mit dem Deutschen Gehörlosen-Bund und deren Arbeitsgruppe Deaf Performance. Über eine Ausschreibung konnte die Arbeitsgruppe taube Teilnehmer:innen ermittelt. Sie können sich beispielsweise den Auftritt von Rafael-Evitan Grombelka anschauen. Er interpretiert einen Song der Hamburger Band Erregung Öffentlicher Erregung.

Man kann schon sagen, dass die Proteste der Aktionsgruppe Deaf Performance Now zu dieser spannenden und positiven Entwicklung geführt haben. Die Gruppe beklagte, dass viele taube Künstler:innen und Performer:innen kaum sichtbar für die Mehrheitsgesellschaft seien. Und sie kaum Chancen haben, auf der Bühne ihre Kultur und Sprache selbst zu präsentieren.

Jetzt sehen wir, welche Früchte diese Proteste hervorgebracht haben.

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