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Norwegen: Schwerer Sturm beeinträchtigt internationales Theatercamp für gehörlose Jugendliche

Alltagsleben
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Im nördlichen Teil Europas, vor allem in Norwegen, herrschen weiterhin schwere Unwetter. Starker Regen und Überschwemmungen durch den Sturm Hans verursachen große Probleme in verschiedenen Gebieten. Die Menschen müssen ihre Häuser wegen der Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen verlassen.

Auch die Volkshochschule und das Kurszentrum für Gehörlose in dem norwegischen Dorf Ål haben die Folgen des Sturms zu spüren bekommen. Dort fand in den vergangenen Wochen das vierte Drama-Camp für junge gehörlose Menschen zwischen 18 und 30 Jahren statt. Daran nahmen Madelief Eikelboom, Kim Huizink und Boaz Blume aus den Niederlanden teil. Am Mittwoch, dem 9. August, wurde beschlossen, die Teilnehmer und das Team der Schule aufgrund der ernsten Lage zu evakuieren.

Am Mittwoch, den 9. August, veröffentlichte der norwegische Gehörlosenverband (NDF) eine Nachricht auf Facebook mit den folgenden Informationen: „Alle Personen in der Schule wurden sicher mit Hubschraubern evakuiert, etwa 30 Teilnehmer*innen des Drama-Camps waren betroffen. Es gibt keine Berichte über Schäden an den Gebäuden.“ Im Aal-Kulturzentrum wurde ein Zentrum eingerichtet, zu dem Menschen gehen konnten, darunter auch eine dolmetschende Person für Norwegische Gebärdensprache. Dies ist wichtig, da es in Aal viele gehörlose Einwohner gibt, von denen die meisten an der Volkshochschule arbeiten.

Die NDF lobte den Direktor und den Vorsitzenden der Volkshochschule Aal sowie die Gemeinde Aal für ihr schnelles Handeln.

Am Donnerstag, den 10. August, postete die Direktorin der Schule, Ann-Kristin Malmquist, eine Nachricht auf Facebook, in der sie mitteilte, dass alle Mitarbeiter sicher nach Hause zurückgekehrt seien. Die Teilnehmer*innen und Trainer*innen des Drama-Camps waren in einem Hotel in Golsfjellet untergebracht, einer Stadt 60 Kilometer von Aal entfernt. Eine Rückkehr zur Schule war zu diesem Zeitpunkt aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse nicht möglich. Die Beteiligten würden vorerst im Hotel bleiben.

Am Freitag, dem 11. August, gab die norwegische Regierung grünes Licht für die Rückkehr aller Teilnehmer nach Hause. Die Teilnehmer und Trainer des Drama-Camps kehrten noch am selben Tag in die Schule zurück, wo sie das restliche Programm des Camps absolvieren konnten.

Der Artikel wurde geschrieben von: Jos de Winde (Turkoois)
Übersetzung und Überarbeitung: Wille Felix Zante
Foto: Taubenschlag / Midjourney

Tags: Ål, Norwegen, Sturm

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