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NFL-Spieler vermeidet Geldstrafen durch ASL

Sport
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DK Metcalf, ein Spieler des American-Football-Teams Seattle Seahawks, hat eine unerwartete Methode entwickelt, um saftige Geldstrafen von der NFL zu vermeiden. Er benutzt nun die Amerikanische Gebärdensprache, ASL, um seine Gegner zu provozieren. Nachdem Metcalf schon früher mit hohen Geldstrafen für übertriebenes Feiern auf dem Spielfeld abgestraft wurde, hat er die Sache selbst in die Hand genommen und benutzt jetzt Gebärdensprache, um „Trash Talk“ zu machen, ohne eine Strafe von der Liga zu riskieren.

Metcalf wurde bereits mit einer Geldstrafe von über 10.000 Dollar wegen übertriebenen Feierns und unsportlichen Verhaltens abgemahnt. Im Spiel gegen die Dallas Cowboys stellte er seine neue Strategie unter Beweis. Nachdem er einen 73-Yard-Touchdown erzielt hatte, gebärdete Metcalf in ASL den Satz „Stand on business“, was übersetzt so viel heißt wie „Kümmert euch um euren Scheiß“, und richtete sich damit an die Cowboys-Fans. Auch wenn seine Gebärden für ein breiteres Publikum schwer zu interpretieren sind, hat Metcalf es geschafft, eine neue Form der Kommunikation auf dem Footballfeld zu schaffen.

Indem er in seiner Freizeit Gebärdensprachunterricht nimmt, hat Metcalf eine kreative Lösung für die strengen Regeln gefunden, die in der NFL für das Feiern und provokative Verhalten gelten. In einem Interview in der The Rich Eisen Show verriet Metcalf den Grund für seine neue Strategie: „Ich habe gerade einen Haufen Geldstrafen für Dinge bekommen, die ich auf dem Spielfeld gesagt habe, also gebärde ich jetzt stattdessen, was ich sage.“

Während die NFL oft strenge Strafen für unsportliches Verhalten verhängt hat, ist Metcalfs Strategie eine Möglichkeit, diese Regeln zu umgehen. Seine Entscheidung, die Gebärdensprache zu erlernen, um Geldstrafen zu vermeiden und auf dem Spielfeld weiter provozieren zu können, hat eine neue Form der Kommunikation im American Football ausgelöst und sowohl Fans als auch Gegner dazu veranlasst, über die Liga und ihre Regeln bezüglich Feiern und unsportlichem Verhalten nachzudenken.

Metcalfs veränderte Herangehensweise hat Interesse geweckt und Fragen aufgeworfen, ob die Schiedsrichter auf dem Spielfeld ASL verstehen und somit seine Botschaften verstehen können. Metcalf sprach dies in dem Interview an und schlug vor, dass ein Schiedsrichter, der die Gebärdensprache beherrscht, auch während des Spiels einen separaten Dialog an der Seitenlinie führen könnte.

 

Geschrieben von Kenny Åkesson, Teckenrapport

Tags: Deaf Journalism Europe

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