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Mit den Temperaturen steigen beim Schweizerischen Gehörlosenbund jedes Jahr auch die Meldungen über skrupellose Personen, die sich in den Strassen als Gehörlose ausgeben und Passanten um Bargeld bitten. Weil sie kaum Strafen fürchten müssen, haben die Betrüger ihr Einsatzgebiet ausgeweitet. Sie sind neu auch im öffentlichen Verkehr und in den Zügen unterwegs. Der Ablauf ist immer gleich: Die „falschen Gehörlosen“ lassen in der Schweiz wie auch in Deutschland arglose Passanten eine Petition unterschreiben und bitten um eine Geldspende für einen vermeintlich guten Zweck. Dieses Geld ist verloren, es kommt weder dem Schweizerischen Gehörlosenbund noch Projekten für gehörlose Menschen zugute.

Der Schweizerische Gehörlosenbund (SGB) bittet die Bevölkerung mit einer Kampagne um Wachsamkeit, damit den „falschen Gehörlosen“ das Handwerk gelegt wird. Wirklich gehörlose Menschen betteln nicht in den Strassen. Sie setzen sich für Gleichstellung in der Bildung und im Arbeitsmarkt ein, weil sie wie alle anderen Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz an der Gesellschaft teilhaben möchten. Dank der zahlreichen Spenden, die der Gehörlosenbund jedes Jahr aus der Bevölkerung erhält, können wichtige Gleichstellungsprojekte umgesetzt werden, beispielsweise Gebärdensprachkurse für Familien, damit gehörlose Kinder mit ihren hörenden Angehörigen kommunizieren können.

Beim Sammeln von Spenden folgt der Gehörlosenbund als ZEWO-zertifizierte Organisation strikten Regeln. Neue Spenderinnen und Spender sucht der Gehörlosenbund ausschliesslich an klar gekennzeichneten Informationsständen, die Mitarbeitenden tragen Kleidung mit dem SGB-Logo und können sich ausweisen. Der Gehörlosenbund nimmt bei den Spendenkampagnen auch niemals Bargeld an.

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