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Die Digitalisierung und die steigende Beliebtheit von mobilen Devices sorgt dafür, dass es immer wichtiger wird, über das Internet erreichbar zu sein. Wirklich jedes Unternehmen sollte heutzutage eine eigene Website erstellen und bestenfalls auch auf den wichtigsten Social Media Kanälen erreichbar sein. Je benutzerfreundlicher der Webauftritt ist, desto komfortabler sind Sie als Unternehmen für (potenzielle) Kunden erreichbar. Dabei sollten wirklich sämtliche Nutzer bedacht werden – auch die mit etwaigen Einschränkungen.

Was ist Web Accessibility?

Bei dem Begriff Web Accessibility geht es darum, dass Web-Inhalte für jeden Nutzer frei zugänglich und verständlich sind. Einerseits muss dabei darauf geachtet werden, dass es verschiedene Nutzergruppen gibt, die unterschiedliche Bedürfnisse haben. Dabei kann es sich beispielsweise um Senioren handeln, für die die Nutzung einfach und unkompliziert sein sollte. Andererseits müssen dabei auch Menschen mit motorischen oder anderen Einschränkungen und Behinderungen bedacht werden. Zudem sollte beachtet werden, dass Nutzer mit den verschiedensten Devices auf eine Website zugreifen möchten.

Viele Websites sind so beispielsweise in Leichter Sprache verfügbar. Das hilft Menschen mit kognitiven Einschränkungen, die Inhalte der Seite besser verstehen zu können. Gleichzeitig kann dies von Vorteil für Nutzern mit geringen Deutschkenntnissen sein und so auch Migranten unterstützen. Für Menschen mit Seheinschränkungen oder beispielsweise einer Farbsehschwäche ist das Design einer Website besonders wichtig. Auch das gehört zur Web Accessibility.

Optimierung für die verschiedensten Devices

Ein wichtiger Bestandteil der Web Accessibility ist, dass Web-Inhalte auf verschiedenen Geräten abspielbar sind. Eine Website sollte so auf den unterschiedlichen Betriebssystemen (unter anderem iOS und Android, aber eben auch auf Windows-PCs) korrekt funktionieren können. Apps werden von den Herstellern meist für die verschiedenen Betriebssysteme optimiert und im jeweiligen App Store angeboten.

Besonders hervorzuheben ist, dass die Nutzung von Smartphones und Tablets immer beliebter wird. Damit gehen für Website-Anbieter ganz neue Herausforderungen einher. So haben Smartphones in der Regel sehr kleine Bildschirme. Websites und andere Inhalte sollten auch auf diesen kleinen Screens gut abgebildet werden. Aus dem Grund werden auch immer mehr Seiten mobil optimiert – nur so kann eine attraktive Benutzerfreundlichkeit für Smartphone-User erreicht werden.

Dabei muss nicht nur auf eine gute Leserlichkeit der Inhalte geachtet werden. Es sollte zudem an der Ladezeit der betroffenen Website gearbeitet werden. So ist es nicht unüblich, dass wir vom Smartphone aus mit einer schlechteren Internetverbindung auf Seiten zugreifen. Dauert das Laden zu lange, hat das negative Auswirkungen auf die Nutzerfreundlichkeit.

Benutzerfreundlichkeit für verschiedene Nutzergruppen

Der hauptsächliche Bestandteil von Web Accessibility ist es, die Website komfortabel für die meisten Nutzergruppen zu gestalten. Dabei kann es sich um Menschen mit motorischen oder anderweitigen Einschränkungen handeln. Diese können vorübergehend sein, etwa nach einem Unfall oder einer Krankheit. Aber auch dauerhafte Behinderungen, wie zum Beispiel Gehörlosigkeit oder eine Sehschwäche fallen in die gleiche Kategorie. Einige Aspekte sollten bei der Web Accessibility für verschiedene Nutzergruppen beachtet werden:

  • Visuelles Design der Website: Menschen mit Sehbehinderungen können Schwierigkeiten mit dem Lesen von Websites haben. Es sollte besonders darauf geachtet werden, dass Schriftgrößen angepasst werden können. Allgemein sollten auf Websites immer Schriftarten verwendet werden, die gut leserlich sind.
  • Bedienung der Website: Je weniger Buttons angeklickt werden müssen, desto besser. Die Website sollte auch für Menschen bedienbar sein, die keine Computermaus verwenden können.
  • Audioinhalte: Prinzipiell muss immer davon ausgegangen werden, dass einige Nutzer gehörlos sind oder nur schlecht hören können. Websites sollten deshalb immer zusätzlich zu Audio-Inhalten die gleichen Informationen auch in schriftlicher Form anbieten.
  • Ladezeit: Auch Menschen, die keinen Zugang zu einer High-Speed Internetverbindung haben, sollten auf Websites zugreifen können. Es ist deshalb wichtig, dass Seiten eine geringe Ladezeit haben und nicht zu viele Plugins integriert werden, die das Laden schwieriger machen.

Besonders das Design der Website ist ein wichtiger Punkt für die Web Accessibility. So sollten Website-Ersteller auf vielfältige verschiedene Punkte achten. Auch die Verwendung von Farben kann hier wichtig sein; so haben viele Menschen eine Rot-Grün-Schwäche und können diese beiden Farbtöne nicht voneinander unterscheiden. Dies sollte deshalb nie dazu führen, dass wichtige Inhalte für diese Personengruppe nicht angezeigt werden.

Barrierefreiheit in den Medien

Allgemein achten die Medien immer mehr darauf, barrierefreie Angebote bereitzustellen. Der MDR beispielsweise gab Ende 2021 an, dass über 90 % aller Angebote mit Untertiteln erhältlich sind. In Zusammenarbeit mit anderen Sendern – unter anderem dem NDR und dem ARD – bietet der MDR auch immer mehr Programme und Sendungen in Leichter Sprache oder in Gebärdensprache an.

Auch Tech-Riese Apple ist sich bereits der Bedeutung von Barrierefreiheit in der Technologie bewusst geworden. Mitte 2021 veröffentlichte der iPhone-Hersteller mit SignTime einige neue Funktionen, die bis jetzt vor allem Personen mit Gehöreinschränkungen zugute kommen. So soll die Kommunikation mit Support-Mitarbeitern mit diesem Service für gehörlose vereinfacht werden. Dafür werden Dolmetscher zur Verfügung gestellt, die bei der Übersetzung in die Gebärdensprache helfen.

Diese Funktion ist bis jetzt für Nutzer aus Frankreich, England und der USA verfügbar. In der Zukunft sollen weitere Services hinzugefügt werden: Darunter etwa AssistiveTouch, der das Bedienen der Apple Watch nur mithilfe von Gesten möglich macht. Auch Voice-Assistenten sollen in Zukunft eingesetzt werden, um die Bedienung mit Seheinschränkungen zu vereinfachen.

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BildquelleHannes Edinger / Pixabay

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